Analysten prognostizieren nach einer wichtigen Ankündigung der US-Zentralbank, dass der jüngste Kursrückgang von Bitcoin (BTC) auf $77.000 wahrscheinlich den Tiefpunkt markiert hat. Die Federal Reserve (Fed) hat nämlich beschlossen, ihre Politik der quantitativen Straffung (QT) erheblich zu lockern. Laut BitMEX-Mitbegründer Arthur Hayes können Investoren aufatmen, da QT seiner Meinung nach faktisch beendet ist.
Fed gibt Bitcoin neuen Spielraum
Am 10. März fiel Bitcoin kurzzeitig auf das Preisniveau von $77.000 zurück, ein Tiefstand, der seit November letzten Jahres nicht mehr erreicht wurde. Arthur Hayes argumentiert, dass weitere Rückgänge unter dieses Niveau aufgrund der jüngsten Maßnahmen der Fed unwahrscheinlich geworden sind.
Ab April wird die Fed ihr monatliches Verkaufsvolumen von Staatsanleihen erheblich reduzieren – von $25 Milliarden auf nur noch $5 Milliarden. Dies verringert den Druck auf den Markt und erhöht die verfügbare Liquidität, wodurch Bitcoin und andere risikobehaftete Anlagen möglicherweise von dieser Lockerung profitieren können.
Hayes betonte, dass der wahre Optimismus erst zurückkehren wird, wenn die Fed auch die Ausnahmegenehmigung für das Supplementary Leverage Ratio (SLR) wieder einführt oder vollständig auf ein neues Programm der quantitativen Lockerung (QE) umschwenkt. Während der Corona-Pandemie durften Banken vorübergehend Staatsanleihen aus ihren Bilanzberechnungen ausschließen, was den Finanzinstituten mehr Spielraum verschaffte.
Jamie Coutts, Chefanalyst bei Real Vision, teilt diese optimistische Einschätzung und stellt ebenfalls fest, dass QT praktisch vorbei ist. Coutts verweist auf die abnehmende Volatilität bei US-Staatsanleihen und die jüngste Schwächung des Dollars. Beide Faktoren schaffen günstige Bedingungen für die Kursentwicklung von Bitcoin.

Jeff Zirlin, Mitbegründer von Axie Infinity, schließt sich diesen positiven Erwartungen an. Laut Zirlin sorgt der nachlassende QT-Druck dafür, dass sich sowohl die Aktien- als auch die Kryptomärkte erholen können.
Optimismus kehrt vorsichtig zurück
Obwohl Bitcoin derzeit fast 22 % unter dem Rekordhoch von $109.000 im Januar liegt, spricht Infinex-Gründer Kain Warwick von einer normalen Korrektur innerhalb eines langfristigen Aufwärtstrends. Warwick ist ein überzeugter Anhänger des bekannten vierjährigen Bitcoin-Zyklus und erwartet daher weitere Preissteigerungen im Laufe dieses Jahres.
Der Crypto Fear & Greed Index bestätigt diese veränderte Stimmung: Nach mehr als drei Wochen der Angst herrscht nun ein neutrales Sentiment, was darauf hindeutet, dass Investoren allmählich wieder optimistischer werden.
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