Für XRP-Inhaber könnten die kommenden drei Monate entscheidend werden. Das meint Analyst John Squire, der auf X schreibt, dass Anleger seit sieben Jahren auf das warten, was nun möglicherweise bevorsteht.

Seiner Meinung nach dreht sich alles um die Regulierung. In den USA zeichnet sich endlich mehr Klarheit in Bezug auf digitale Vermögenswerte ab, was die Position von XRP strukturell stärken könnte.

CLARITY Act als möglicher Gamechanger

Im Mittelpunkt steht der Entwurf des Digital Asset Market CLARITY Act. Dieses Gesetz soll digitale Vermögenswerte erstmals klar im US-Recht klassifizieren. Dabei wird die Aufsicht zwischen der SEC und der CFTC aufgeteilt, was den Marktteilnehmern endlich Klarheit verschafft.

Für XRP ist das besonders relevant. Ein Gericht entschied bereits, dass XRP kein Wertpapier ist. Weitere Gesetzgebung könnte diese Position stärken und die letzte Unsicherheit beseitigen, die institutionelle Anleger bisher zurückhaltend gemacht hat.

Laut Senatorin Cynthia Lummis könnte der Bankenausschuss des Senats bereits in dieser Woche über den Vorschlag abstimmen. Ein endgültiges Gesetz könnte bis Ende April erwartet werden.

Institutionelles Geld wartet auf Klarheit

Der Einfluss von Regulierung auf institutionelle Akteure ist groß. Vermögensverwalter, Banken und Zahlungsdienstleister steigen erst ein, wenn die Regeln klar sind. Der CLARITY Act könnte diese Klarheit bieten.

Sobald das Gesetz vorliegt, öffnet das die Tür für eine breitere Teilnahme am XRP-Markt. Kapital von Parteien mit strengen Compliance-Anforderungen, wie Pensionsfonds und Versicherungen, kann dann ohne rechtliche Unsicherheiten investiert werden.

Das passt zu den jüngsten Entwicklungen rund um Ripple. Die Ratingagentur KBRA verlieh Ripple Prime ein BBB Investment-Grade-Rating. Die Kombination aus rechtlicher Klarheit und institutioneller Anerkennung schafft ein Fundament, das es vor Jahren noch nicht gab.

Technisches Bild weist auf möglichen Ausbruch hin

Neben der Regulierung gibt auch das technische Bild Signale. XRP bewegt sich seit längerer Zeit in einer engen Bandbreite nach einer Konsolidierungsphase. Solche Phasen geringer Volatilität gehen historisch oft einem starken Ausbruch voraus, sowohl nach oben als auch nach unten.

Gleichzeitig wächst die Aktivität innerhalb des Ripple-Ökosystems. Entwicklungen rund um Tokenisierung, Stablecoins und das zunehmende Interesse von Finanzinstituten an der Blockchain-Integration schaffen neue Anwendungen und zusätzliche Nachfrage nach dem Netzwerk.

Sieben Jahre Warten, drei Monate entscheidend

Die Einschätzung von Squire klingt scharf, ist jedoch nicht unbegründet. Seit der SEC-Klage im Jahr 2020 befinden sich XRP-Inhaber in Unsicherheit. Da dieser Rechtsstreit weitgehend beigelegt ist und neue Regulierung in Sicht kommt, verändert sich das Spielfeld.

Die kommenden Monate könnten daher ein Wendepunkt werden. Nicht nur wegen der möglichen Einführung des CLARITY Act, sondern auch aufgrund der steigenden institutionellen Nachfrage und eines sich wandelnden Marktgefühls.

Ob das auch zu höheren Kursen führt, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Abstimmung über die Gesetzgebung, die allgemeinen Marktbedingungen und geopolitische Spannungen wie der Konflikt mit Iran spielen alle eine Rolle.

Klar ist: Die Ausgangsposition für XRP war seit Jahren nicht so günstig wie jetzt.

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