Das Pentagon hat erste Zahlen zur Blockade der Straße von Hormus veröffentlicht. Dreizehn Schiffe haben umgedreht und vor einer Konfrontation mit der US-Marine kapituliert.
Diese Informationen stammen von General Dan Caine, Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff, während eines Briefings. Laut ihm musste die US-Marine bisher kein einziges Schiff entern.
Blockade reicht weiter als Hormus
Caine stellte klar, dass die Blockade nicht auf die Straße von Hormus beschränkt ist. Die USA überwachen die Maßnahmen sowohl in iranischen Hoheitsgewässern als auch auf internationalen Routen. Gleichzeitig suchen amerikanische Truppen, auch im Pazifik, aktiv nach iranischen Schiffen und nach solchen, die Iran materiell unterstützen.
Damit geht die Operation weit über eine lokale Absperrung hinaus. Die USA zielen auf iranische Handelsströme weltweit, nicht nur im Nahen Osten. Für Reeder und Schiffseigner mit Verbindungen zu Iran bedeutet dies ein erheblich höheres Risiko. Sie können auf nahezu jeder wichtigen Handelsroute abgefangen werden.
Pentagon droht mit militärischer Gewalt
Verteidigungsminister Pete Hegseth schlug einen schärferen Ton an. Ihm zufolge ist das US-Militär bereit, sofort einzugreifen, sobald Trump den Befehl erteilt. Er forderte die iranischen Führer auf, „die richtige Wahl“ zu treffen.
Gleichzeitig betonte Hegseth, dass die USA eine militärische Konfrontation lieber vermeiden würden, aber vollständig darauf vorbereitet sind. Sollte Iran nach Ansicht Washingtons einen falschen Schritt machen, drohen eine vollständige Blockade und gezielte Angriffe auf Infrastrukturen. Damit steht seine Botschaft im Gegensatz zu den diplomatischeren Signalen, die Trump zuvor in der Woche bezüglich eines möglichen Abkommens gab.
Druck auf Iran steigt
Die Blockade soll den Druck auf Iran erhöhen und das Land zu einer langfristigen Vereinbarung zwingen. Der derzeitige zweiwöchige Waffenstillstand läuft nächsten Dienstag aus. Ohne neue Absprachen scheint eine Wiederaufnahme der Kämpfe wahrscheinlich.
Die Botschaft aus Washington ist widersprüchlich. Trump deutet an, dass ein Abkommen in greifbarer Nähe ist und das Konflikt bald enden könnte. Gleichzeitig erhöht das Pentagon den Druck und betont, dass das Militär bereit ist, erneut zu handeln.
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