Die Märkte starten in die neue Woche nach einer turbulenten Osterwoche. Unerwartet starke Arbeitsmarktzahlen, explodierende Ölpreise und die ersten westlichen Durchfahrten durch die Straße von Hormus prägen das Bild.

Bitcoin (BTC) bewegt sich um die 67.000 Dollar. Gold ist nach einer kurzen Erholung Anfang April stark auf etwa 4.660 Dollar gefallen. Der Ölpreis bleibt hoch, mit WTI bei rund 111 Dollar und Brent bei etwa 109 Dollar pro Barrel. Die kommenden Tage stehen im Zeichen makroökonomischer Daten, Geopolitik und eines entscheidenden Datums: den Inflationszahlen am Freitag.

Montag, 6. April: Wall Street geöffnet, DAX geschlossen

Der Ostermontag sorgt für einen geteilten Handelstag. Der DAX bleibt geschlossen, während die Wall Street öffnet und auf die starken Arbeitsmarktzahlen vom Freitag reagieren muss.

Um 16:00 Uhr deutscher Zeit wird der ISM Services PMI für März veröffentlicht. Starke Zahlen unterstreichen die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft, verringern jedoch die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die Federal Reserve.

Auch die JOLTS-Daten zu offenen Stellen werden veröffentlicht. Diese Indikatoren werden von der Fed genau beobachtet, um die Anspannung auf dem Arbeitsmarkt einzuschätzen.

Mindestens ebenso wichtig ist die Geopolitik. In der Nacht von Montag auf Dienstag läuft die Frist ab, die Trump dem Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus gesetzt hat. Geschieht dies nicht, droht er mit Angriffen auf iranische Energie- und Entsalzungsanlagen.

Ob diese Drohung wahrgemacht wird, bleibt ungewiss. Doch der Moment könnte den Ölpreis und damit die Richtung der Finanzmärkte bestimmen.

Mittwoch, 8. April: Handelsbilanz und Inflationserwartungen

Die Handelsbilanzdaten für Februar werden veröffentlicht. Mit den hohen Ölpreisen und gestörter Schifffahrt durch die geschlossene Straße von Hormus könnte das Handelsdefizit weiter gestiegen sein. Zudem kommen die wöchentlichen Arbeitslosenanträge und die Großhandelslagerbestände.

Die New York Fed veröffentlicht außerdem die Umfrage zu den Verbrauchererwartungen, bei der die Inflationsannahmen der Konsumenten im Mittelpunkt stehen. Sollten diese aufgrund der hohen Energiepreise weiter steigen, wird die Fed noch weniger geneigt sein, die Zinsen zu senken.

Freitag, 10. April: CPI-Inflationszahlen als Höhepunkt der Woche

Der wichtigste Datenpunkt der Woche kommt am Freitag um 14:30 Uhr deutscher Zeit: die CPI-Inflationszahlen für März. Im Februar stieg die Inflation monatlich um 0,3 Prozent und erreichte jährlich 2,4 Prozent.

Es wird erwartet, dass die hohen Ölpreise inzwischen in der Energiekategorie des CPI berücksichtigt sind. Bei einer höheren als erwarteten Inflation wird eine Zinssenkung durch die Fed noch unwahrscheinlicher. Das wäre negativ für Aktien und Krypto. Eine niedrigere Zahl könnte hingegen für Erleichterung sorgen.

Was pro Markt zu erwarten ist

Bitcoin und Krypto

Der Bitcoin-Kurs bewegt sich um die 67.000 Dollar und steckt seit Wochen in einer Spanne zwischen 64.000 und 69.000 Dollar. Die CPI-Zahlen am Freitag könnten entscheidend sein. Eine höhere als erwartete Inflation könnte den Kurs in Richtung der unteren Grenze dieser Spanne drücken. Gleichzeitig war der April historisch oft ein Wendepunkt nach schwächeren Phasen.

Aktien

Der S&P 500 und die Nasdaq müssen am Montag noch auf die starken Arbeitsmarktzahlen von vergangenem Freitag reagieren. Futures deuten bereits auf eine niedrigere Eröffnung hin. Die Kombination aus einem starken Arbeitsmarkt und hohen Ölpreisen schafft ein schwieriges Spannungsverhältnis. Die Wirtschaft bleibt robust, aber der Inflationsdruck nimmt zu. Die Inflationszahlen vom Freitag werden bestimmen, welcher Faktor überwiegt.

Öl

WTI schloss bei rund 111 Dollar pro Barrel und Brent bei etwa 109 Dollar. Da die Ölmärkte am Freitag geschlossen waren, liegt der Fokus diese Woche vollständig auf geopolitischen Entwicklungen. Trumps Frist, die Situation um die Straße von Hormus und mögliche Eskalationen oder Deeskalationen können den Preis schnell in Bewegung bringen. Die ersten Durchfahrten westlicher und japanischer Schiffe sind ein vorsichtig positives Signal, aber eine strukturelle Lösung ist noch nicht in Sicht.

Gold

Der Goldpreis ist diese Woche stark auf etwa 4.660 Dollar gefallen, nachdem er zuvor noch über 4.900 Dollar lag. Damit erlebte Gold im März den schlechtesten Monat seit 2008. Die Erholung Anfang April war von kurzer Dauer. Auch hier sind die CPI-Zahlen am Freitag entscheidend. Höhere Inflation könnte Gold als sicheren Hafen unterstützen, aber steigende Zinserwartungen wirken dagegen. Dieses Gleichgewicht wird die Richtung bestimmen.

Geopolitik bleibt der große Unsicherheitsfaktor

Der Konflikt mit Iran bleibt der größte Unsicherheitsfaktor für die Märkte. Die Frist von Trump zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus ist der erste entscheidende Moment der Woche. In seiner jüngsten Rede sagte er, dass die USA in den kommenden zwei bis drei Wochen noch hart zuschlagen werden, bevor möglicherweise Raum für ein Ende des Konflikts besteht.

Gleichzeitig kommt aus Washington ein anderes Signal. Das Weiße Haus gibt an, dass die Wiedereröffnung der Straße von Hormus keine zwingende Bedingung für die Beendigung des Krieges ist. Das bedeutet, dass die Meerenge auch nach einem Waffenstillstand geschlossen bleiben könnte, mit erheblichen Folgen für den Ölpreis und die Weltwirtschaft.

Damit wird es eine Woche, in der sich makroökonomische Daten und Geopolitik kontinuierlich beeinflussen. Für Anleger ist die Botschaft klar: Die Wahrscheinlichkeit starker Bewegungen bleibt hoch.

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