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Nach einer starken Woche ist der Kryptomarkt nun überall rot. Auch bei XRP trifft es zu. Am 28. April erreichte es noch einen Kurs von $2,33. Aber zum Zeitpunkt des Schreibens ist die digitale Währung deutlich weniger wert, nur etwa $2,09. Allein in den letzten 24 Stunden verzeichnet der Token einen Verlust von 4,1%. Das wirft die Frage auf: Was ist los?
Wir sehen derzeit nicht nur einen Rückgang bei XRP, sondern eigentlich im gesamten Kryptomarkt. Der große Übeltäter? Das ist die bevorstehende Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) am Mittwoch. Während dieses wichtigen Moments trifft sich die amerikanische Zentralbank, die Federal Reserve (Fed), um die Zinspolitik zu diskutieren. Und wie wir wissen, hoffen sowohl die Finanzmärkte als auch der Kryptosektor sehnlichst auf eine Zinssenkung.
Der allgemeine Konsens ist jedoch, dass keine Zinssenkung bevorsteht und dass die Zinssätze vorläufig unverändert bleiben. Fed-Chef Powell hat nämlich schon seit einiger Zeit Zurückhaltung signalisiert wegen des Handelskriegs, den Donald Trump führt.
Da Märkte immer auf solche Entscheidungen vorgreifen, sehen wir jetzt bereits einen Rückgang der Kurse. Oft stiegen die Kurse nach der Zinsentscheidung und der anschließenden Pressekonferenz wieder an, was den Investoren Hoffnung gibt.
Aber XRP scheint stärker zu fallen als viele andere Kryptos, wie Bitcoin (BTC).
So können wir auch auf die kürzliche Entscheidung der US Securities and Exchange Commission (SEC) verweisen, die Zwischenfrist für den XRP Spot Exchange-Traded Fund (ETF) Antrag von Franklin Templeton zu verschieben. Obwohl eine Verschiebung keine Ablehnung bedeutet, sorgt sie doch für zusätzliche Unsicherheit. Auch der Futures ETF von ProShares, der ursprünglich am 30. April starten sollte, wurde auf später diesen Monat, den 14. Mai, verschoben. Das sorgt für Unklarheit und das mögen Investoren nicht.
Zuletzt sorgte die jüngste Freigabe von immerhin 500 Millionen XRP aus dem Escrow-Konto von Ripple für ziemlich viel Aufregung. Insgesamt wurden Token im Wert von etwa $1,1 Milliarden freigegeben, eine enorme Menge, die plötzlich wieder für den Handel verfügbar wurde. Und wie wir oft sehen, wenn das Angebot plötzlich steigt, ohne dass die Nachfrage mitwächst, setzt das fast sofort Druck auf den Preis.
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