Die weltweiten Finanzmärkte erlitten am Montag einen schweren Schlag, und auch Bitcoin und der Kryptosektor wurden stark getroffen. Inzwischen ist klar geworden, dass dieser Crash mit Entwicklungen rund um den japanischen Yen zusammenhängt.

Dies hat alles mit dem sogenannten „Carry Trade“ zu tun. Aber was genau bedeutet dieser finanzielle Begriff und wie hat er zum jüngsten Einbruch des Kryptomarktes beigetragen?

Was ist der Carry Trade?

Carry Trade ist eine Anlagestrategie, bei der Investoren Geld in einer Währung mit niedrigem Zinssatz, wie dem japanischen Yen, leihen und es dann in höher verzinste Anlagen investieren. Das Ziel ist es, vom Zinsunterschied zwischen den beiden Währungen zu profitieren.

In Japan wurde der Zinssatz seit 2018 bei 0 Prozent gehalten, was das Leihen des Yen für Carry Trades sehr attraktiv machte. Gestern jedoch erhöhte die Bank of Japan unerwartet den Zinssatz auf 0,25 Prozent, um die Inflation zu bekämpfen. Diese plötzliche Erhöhung ließ den Wert des Yen schnell steigen und machte Carry Trades weniger attraktiv.

Investoren begannen massenhaft ihre risikoreichen Anlagen wie Aktien und Kryptowährungen zu verkaufen, um ihre Yen-Kredite zurückzuzahlen, was zu einem enormen Crash auf den Finanzmärkten führte.

Der Yen wird stärker

Mit weiteren Zinserhöhungen in Aussicht wird sich der Yen wahrscheinlich weiter stärken. Dies zwingt Carry Trader, ihre Positionen zu schließen, was zu sogenannten Kaskaden-Liquidationen führt. Die Folgen davon sind auf allen Finanzmärkten spürbar. Die Zinserhöhung in Japan markiert das Ende des Carry Trade-Fests. Bartosz Lipinski von CubeExchange sagt dazu:

„Früher konnte man den Yen praktisch kostenlos leihen und ihn nutzen, um in einer Vielzahl von Vermögenswerten zu spekulieren. Unsicherheit im Nahen Osten sowie eine mögliche Rezession in den USA führen dazu, dass viele Händler risikoscheu werden.“

Aber nicht nur die japanische Zinserhöhung verursachte Probleme. Die Finanzmärkte erlebten am Montag einen „perfekten Sturm“ negativer Faktoren. Analysten weisen auf US-Rezessionsängste und geopolitische Spannungen im Nahen Osten als wichtige Treiber des Crashs hin.

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