PayPal steht im Fokus potenzieller Käufer, nachdem sich der Aktienkurs innerhalb eines Jahres fast halbiert hat. Verschiedene Interessenten führen bereits Gespräche mit Banken über eine mögliche Übernahme, wie Quellen gegenüber Bloomberg berichten. An der Börse führte die Nachricht zu einem Kurssprung.

Wochenchart PayPal (Quelle: Tradingview)

Übernahmegerüchte nach Kursrückgang

PayPal, das amerikanische Zahlungsunternehmen aus San Jose, soll in letzter Zeit unfreiwillig das Interesse verschiedener Parteien geweckt haben. Dabei erwägt mindestens ein großer Konkurrent eine mögliche Übernahme des gesamten Unternehmens. Andere Interessenten sollen hingegen eher auf einzelne Teile oder bestimmte Aktivitäten innerhalb von PayPal abzielen.

Dennoch ist ein Deal alles andere als sicher. Den Berichten zufolge befinden sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium und könnten auch zu keinem Ergebnis führen. PayPal lehnte über einen Pressesprecher eine Stellungnahme ab.

Neuer CEO steht vor schwierigem Start

Das Timing ist bemerkenswert. PayPal befindet sich mitten in einem Führungswechsel: Enrique Lores übernimmt am 1. März die Rolle des Präsidenten und CEO, nachdem Alex Chriss diesen Monat ausgeschieden ist. Investoren sind seit längerem kritisch, da PayPal Schwierigkeiten hat, mit den heutigen Zahlungsgewohnheiten der Menschen Schritt zu halten.

Während PayPal einst der Standard für Online-Zahlungen war, entscheiden sich Verbraucher zunehmend für Alternativen wie Apple Pay und Google Pay. Analysten heben zudem den strategischen Wert des PayPal-Netzwerks hervor, wobei Venmo ein wichtiger Bestandteil für Zahlungen zwischen Privatpersonen ist.

Welche Auswirkungen hat das auf Krypto und PayPal USD?

Für Krypto-Investoren ist PayPal interessant, da das Unternehmen bereits seit längerem auf Stablecoins und digitale Dollar setzt. So hat PayPal beispielsweise seinen eigenen Stablecoin, PayPal USD, mit dem es versucht, eine Brücke zwischen traditionellen Zahlungen und Kryptowährungen zu schlagen.

Gleichzeitig spielt im Hintergrund noch etwas anderes eine Rolle: die Nervosität im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz. Ein neuer Bericht von Citrini Research heizte am Montag die Befürchtung an, dass KI bestimmte Teile der Wirtschaft, darunter den Zahlungsverkehr, schneller auf den Kopf stellen könnte, als viele Unternehmen verkraften können. Diese Befürchtung lastet nun auf der Branche und erhöht den Druck auf PayPal zusätzlich.

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