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US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die Vereinigten Staaten am Montag die Gespräche mit Iran wieder aufnehmen. Zuvor hatte er einen groß angelegten Militärschlag in letzter Minute abgesagt.
Trump zufolge drängten Verbündete im Nahen Osten, darunter Saudi-Arabien, auf eine diplomatische Lösung statt auf eine weitere Eskalation.
An Bord der Air Force One sagte Trump vor Journalisten, die Gespräche sollten am Montagnachmittag beginnen. Der geplante Angriff wäre seinen Angaben zufolge „der größte seit dem Zweiten Weltkrieg“ gewesen.
„Jetzt werden wir sehen, ob wir eine Einigung erreichen können“, sagte Trump. „Ich bin nicht darauf aus, Menschen zu töten.“
Trump erklärte, der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman habe ihn persönlich gebeten, von weiteren Angriffen abzusehen. Nach Einschätzung des Kronprinzen wäre eine diplomatische Lösung mit deutlich geringeren Risiken verbunden als eine weitere militärische Eskalation.
Der US-Präsident sagte außerdem, eine Einigung über die Wiederöffnung der Straße von Hormus scheine näher zu rücken. Zudem wolle er über Verhandlungen doch noch ein Ende des iranischen Atomprogramms erreichen.
Die Finanzmärkte reagierten unmittelbar auf die diplomatischen Entwicklungen. Der Brent-Ölpreis fiel am Montagmorgen um rund 6 Prozent auf etwa 83,00 Dollar je Barrel.
Im vergangenen Monat war der Ölpreis noch um mehr als 20 Prozent gestiegen, nachdem der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Iran erneut aufgeflammt war. Anleger sorgten sich damals zunehmend, dass ein längerer Konflikt die Schifffahrt durch die Straße von Hormus weiter beeinträchtigen könnte. Über diese strategisch wichtige Seeroute wird rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels abgewickelt.
Auch aus Iran kommen vorsichtige Signale, dass eine diplomatische Lösung näher rückt. Außenminister Abbas Araghchi teilte mit, die Gespräche mit Oman befänden sich in der Schlussphase. Oman vermittelt seit Längerem zwischen Washington und Teheran.
Nach Angaben eines Sprechers des iranischen Außenministeriums konzentrieren sich die Gespräche unter anderem auf die Lage rund um die Straße von Hormus, eine zentrale Schifffahrtsroute für den weltweiten Ölhandel. Gleichzeitig macht Iran die Vereinigten Staaten für die jüngsten Störungen der Schifffahrt in der Region verantwortlich.
Die Spannungen bleiben dennoch hoch. Die Waffenruhe, die Washington und Teheran im Juni vereinbart hatten, hielt nur wenige Wochen. Nachdem Iran Ende vergangenen Monats einen US-Militärstützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen hatte, geriet die Lage erneut außer Kontrolle. Die neuen Gespräche sollen verhindern, dass der Konflikt weiter eskaliert.
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