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Die Familie Trump ist über World Liberty Financial (WLF) einer eigenen Kryptobank in den USA einen Schritt näher gekommen. Die Bankenaufsicht OCC hat dafür unter Auflagen grünes Licht gegeben. Die Entscheidung ist politisch heikel und hat inzwischen einen neuen Gesetzentwurf von zehn Senatoren der Demokraten ausgelöst.
Das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hat die Gründung der World Liberty Trust Company, National Association, genehmigt. Die Zustimmung ist allerdings an mehrere Bedingungen geknüpft.
World Liberty will über die Bank unter anderem Stablecoins ausgeben, die durch US-Dollar gedeckt sind. Zudem will das Unternehmen Kryptowerte verwahren, die mit USD1, dem eigenen Stablecoin von World Liberty Financial, in Verbindung stehen.
Der Antrag ist politisch brisant, weil World Liberty enge Verbindungen zur Familie Trump hat. Präsident Donald Trump und seine drei Söhne sind mit dem Unternehmen verbunden. Laut der Website von World Liberty hält eine Gesellschaft der Trump-Familie zudem 38 Prozent der Beteiligungen.
Auch die Führung der OCC spielt in der Debatte eine Rolle. OCC-Chef Jonathan Gould wurde 2025 von Trump nominiert. Die Aufsicht betont jedoch, Gould und seine Mitarbeiter hätten bei der Prüfung im Einklang mit ihren gesetzlichen Aufgaben und ethischen Pflichten gehandelt.
Senatorin Elizabeth Warren reagierte scharf auf die Genehmigung. Sie bezeichnete die Entscheidung der OCC als „die dreisteste Form der Selbstbereicherung, die das Finanzsystem je erlebt hat“.
Gemeinsam mit neun weiteren Senatoren hat Warren deshalb den Ending Presidential Corruption in Banking Act eingebracht. Das Gesetz soll mögliche Interessenkonflikte bei Bankanträgen eines amtierenden Präsidenten verhindern.
Unter Trump hat die OCC bereits mehreren Kryptounternehmen erlaubt, ihre Aktivitäten über ein Trust Charter auszuweiten. Unter anderem Circle, Ripple Labs, Crypto.com und Coinbase erhielten zuvor eine Genehmigung oder eine Genehmigung unter Auflagen.
Auch die Verbindungen von World Liberty in die Vereinigten Arabischen Emirate sorgen im US-Kongress für Fragen. Eine Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi soll 2025 für 500 Millionen Dollar einen Anteil von 49 Prozent an World Liberty gekauft haben.
Zudem nutzte der Investor MGX aus den Emiraten den USD1-Stablecoin für eine Investition von 2 Milliarden Dollar in die Kryptobörse Binance. Das Weiße Haus hält daran fest, dass es im Zusammenhang mit Trumps Investments keine Interessenkonflikte gebe.
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