Die britische Bank Standard Chartered hat eine bemerkenswerte Prognose abgegeben: Bitcoin (BTC) könnte bis 2028 auf erstaunliche 500.000 $ steigen. Dies würde einem Anstieg von 400 % im Vergleich zum aktuellen Kurs entsprechen. Doch wie realistisch ist diese Prognose? Und welche Treiber stehen hinter dieser ehrgeizigen Projektion?
Worauf stützt sich Standard Chartered?
Laut Standard Chartered wird eine krypto-freundliche Politik unter Trump eine Schlüsselrolle bei diesem Kursanstieg spielen. Ein wesentlicher Faktor, der den Bitcoin-Preis laut der Bank in die Höhe treiben könnte, ist ein besserer Zugang für institutionelle Investoren durch Bitcoin-Spot-ETFs. Seit deren Einführung Anfang 2024 sind bereits 39 Milliarden US-Dollar in diese ETFs geflossen – laut der Bank erst der Anfang.
Standard Chartered prognostiziert einen allmählichen Anstieg in den kommenden Jahren, wobei der BTC-Wert jährlich um 100.000 $ steigen soll. So könnte Bitcoin bis 2028 einen Wert von 500.000 $ erreichen. Zu diesem Preis würde Bitcoin eine Marktkapitalisierung von 10,5 Billionen $ erreichen und möglicherweise Unternehmen wie Apple und Microsoft überholen. Zudem würde Bitcoin dann die Hälfte des Wertes des gesamten Goldmarktes repräsentieren.
Neben dem verbesserten Zugang für Investoren nennt Standard Chartered einen weiteren Vorteil: die abnehmende Volatilität. Je mehr Bitcoin als ernstzunehmende Anlageklasse akzeptiert wird, desto geringer könnte die Volatilität ausfallen. Dadurch könnten auch traditionelle Investoren, die bisher Bitcoin gemieden haben, doch noch einsteigen.
Kritische Anmerkungen: Ist ein Kurs von 500.000 $ realistisch?
Obwohl Standard Chartered seine Prognose begründet, scheinen die genannten Beträge etwas aus der Luft gegriffen. Wie realistisch ist dieser schrittweise Anstieg auf 500.000 $ während Trumps Amtszeit?
Die Regulierung bleibt ein Risiko. Selbst unter einer krypto-freundlichen Trump-Regierung könnten künftige gesetzliche Regelungen die Entwicklung behindern. Auch das makroökonomische Umfeld ist weiterhin unsicher. Geopolitische Spannungen sowie wirtschaftliche Faktoren wie Inflation und Zinserhöhungen könnten das Wachstum von Bitcoin in den kommenden Jahren bremsen.
Die Prognose von 500.000 $ pro Bitcoin ist zweifellos ambitioniert. Sollte Trump tatsächlich eine Politik verfolgen, die sich positiv auf den Kryptomarkt auswirkt, könnte dies die Akzeptanz und die Investitionen in Bitcoin erheblich steigern. Allerdings bleiben externe Faktoren wie Regulierung, makroökonomische Entwicklungen und Marktdynamiken schwer vorhersehbar. Langfristig bleiben die Aussichten für Bitcoin positiv, aber ein Anstieg auf 500.000 $ innerhalb von nur vier Jahren ist alles andere als sicher.
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