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In einer jüngsten Entwicklung im Rechtsstreit zwischen Consensys und der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) sind neue Informationen über die Haltung der SEC bezüglich Ethereum ans Licht gekommen.
Laut einem Bericht der Fox Business-Produzentin Eleanor Terret, sei die SEC unter der Leitung von Vorsitzendem Gary Gensler der Meinung, dass Ethereum – die Kryptowährung des Ethereum-Netzwerks – zumindest zeitweise als ein Wertpapier fungiert habe.
Terret zitiert Gerichtsdokumente, die von der Ethereum-Softwarefirma Consensys am 29. April eingereicht wurden, aus denen hervorgeht, dass die SEC und Gensler seit mindestens einem Jahr glauben, dass Ethereum als „nicht registrierter Wertpapierhandel in Verletzung der aktuellen Bundesvorschriften“ agiert.
Diese Enthüllung folgte kurz nachdem Consensys am 25. April eine unredigierte Beschwerde gegen die SEC bei einem Bundesgericht in Texas eingereicht hatte, als Reaktion auf eine Mitteilung von Wells der SEC, in der angekündigt wurde, dass die SEC plant, das Unternehmen wegen Nichtbefolgung der Bundeswertpapiergesetze zu verklagen.
Gurbir Grewal, der Leiter der Durchsetzungsabteilung der SEC, genehmigte am 28. März 2023 formell einen Untersuchungsbefehl zur Überprüfung des Status von Ethereum als Wertpapier. Diese Untersuchung, bekannt als „Ethereum 2.0“, ermächtigt das Durchsetzungspersonal, Personen und Einrichtungen zu untersuchen und vorzuladen, die am Handel mit Ethereum beteiligt sind.
Die SEC hatte den Empfängern der Vorladungen aufgetragen, die Untersuchung streng geheim zu halten, wenn sie weitere Informationen erhalten wollten. Diese Untersuchung basiert auf der Überzeugung, dass seit 2018 potenziell nicht registrierte Angebote und Verkäufe von Ethereum stattgefunden haben könnten.
Diese Ansicht der von Gensler geführten SEC wäre ein direkter Widerspruch zu früheren SEC-Richtlinien unter der Leitung von Vorsitzendem Jay Clayton. Im Juni 2018 erklärte Bill Hinman, damaliger Direktor der Corporation Finance, dass Ether, ebenso wie Bitcoin, kein Wertpapier sei.
Die fünfköpfige Kommission genehmigte die „Ethereum 2.0“-Untersuchung der Durchsetzungsabteilung am 13. April 2023. Kurz darauf, bei einer Sitzung des House Financial Services Committee, weigerte sich Gensler, Fragen zu beantworten, ob die SEC Ether als Sicherheit betrachtete.
Diese Nachricht kommt, während Antragsteller und Unternehmen, die an einem potenziellen Ether-börsennotierten Fonds in den USA beteiligt sind, behaupten, dass die SEC wahrscheinlich die Entscheidung über die Genehmigung bis Mai verzögern wird. Bloomberg ETF-Analyst Eric Balchunas betont, dass Genslers Sichtweise auf Ether einen bedeutenden Einfluss auf den Entscheidungsprozess haben könnte.
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