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Die Schweizer Kryptobank AMINA hat als eines der ersten Unternehmen in Europa eine MiCA-Lizenz erhalten. Damit darf die Bank ihre Kryptodienste offiziell in der gesamten Europäischen Union anbieten. Bemerkenswert: AMINA wählt nicht Frankfurt oder Paris, sondern Österreich als Tor zum europäischen Markt.
Die Schweizer Digitalbank AMINA, ehemals bekannt als SEBA Bank, hat von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) eine Genehmigung erhalten, Kryptodienste in der gesamten Europäischen Union anzubieten. Damit zählt AMINA zu den ersten Anbietern, die unter dem neuen MiCA-Regelwerk offiziell den europäischen Markt betreten dürfen.
MiCA steht für Markets in Crypto-Assets und ist der neue europäische Regulierungsrahmen für Kryptodienste. Das Gesetz wurde schrittweise eingeführt und gilt seit Dezember 2024 vollständig für alle Kryptounternehmen in der EU. MiCA soll Anleger besser schützen, Marktmissbrauch eindämmen und für ein einheitliches, klares Regelwerk in allen Mitgliedstaaten sorgen. Seit der Einführung lassen sich immer mehr Unternehmen registrieren, um unter diesen Vorgaben in Europa aktiv zu werden.
Mit der Lizenz kann AMINA unter anderem Krypto-Handel, Verwahrungslösungen (Custody), Portfoliomanagement und Staking-Dienste anbieten. Die Angebote richten sich speziell an professionelle Anleger wie Unternehmen und Finanzinstitute.
Der Schritt in die EU ist eine logische Erweiterung für AMINA, das in der Schweiz bereits über eine Banklizenz der Aufsicht FINMA verfügt. Zudem besitzt die Bank Krypto-Lizenzen in Hongkong und Abu Dhabi. AMINA arbeitet unter anderem mit großen Privatbanken wie Julius Baer und LGT Bank zusammen und beschäftigt sich mit der Tokenisierung von Vermögenswerten wie Gold. Das bedeutet, dass das Edelmetall auf der Blockchain leicht handelbar gemacht wird.
Laut CEO Franz Bergmueller bietet AMINA alles von Bankkonten bis zu Krypto-Krediten – vollständig reguliert und beaufsichtigt. Er betont, der Schritt in die EU passe zur Strategie, „neue digitale Treasury-Unternehmen“ zu bedienen.
Bemerkenswert ist, dass AMINA nicht größere Finanzzentren wie Frankfurt oder Paris wählte, sondern Österreich als Tor nach Europa. Laut Bergmueller spielt die Qualität der Aufsicht dabei eine große Rolle: „Die FMA in Wien hat die höchsten Standards, die man sich vorstellen kann.“
Auch andere große Krypto-Unternehmen wie Bitpanda und Bybit haben Österreich als Basis für ihre europäischen Aktivitäten gewählt. AMINAs Entscheidung unterstreicht die Bedeutung Österreichs als Zentrum für regulierte Kryptodienstleistungen innerhalb der EU.
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