Newsbit als Quelle wählen
Sieh unsere Artikel öfter ganz oben in Google News und Top Stories. Einmal einstellen, immer zuerst informiert.
Wenn viele Analysten und Händler gleichzeitig behaupten, der Kryptomarkt habe seinen Boden erreicht, ist besondere Vorsicht geboten. Das erklärt das Analysehaus Santiment in einem neuen Bericht. Dem Unternehmen zufolge entstehen echte Böden oft genau dann, wenn die Mehrheit erwartet, dass die Preise weiter fallen.
Die Debatte über einen möglichen Boden flammte auf, nachdem Bitcoin am Freitag kurzzeitig unter 95.000 US-Dollar rutschte – auch ausgelöst durch breitere Verluste bei Tech-Aktien. In den sozialen Medien wurde anschließend vielfach spekuliert, die schlimmste Schmerzphase sei damit überstanden.
Santiment zufolge ist das historisch kein gutes Zeichen. „Wenn sich breiter Optimismus über einen konkreten Boden breitmacht, entsteht oft erst recht Spielraum für weitere Rückgänge“, so die Plattform.
Viele Marktteilnehmer neigen dazu, eine Bodenbildung auszurufen, wenn psychologische Schwellen gerissen werden – etwa wenn Bitcoin unter 100.000 US-Dollar fällt.
Obwohl einige prominente Investoren wie BitMEX-Gründer Arthur Hayes und BitMine-Vorsitzender Tom Lee für dieses Jahr weiterhin Kursziele von über 200.000 US-Dollar ausgeben, stellt Santiment fest, dass sich die allgemeine Stimmung in den sozialen Medien deutlich verschlechtert hat.

Die Zahl positiver Beiträge über Bitcoin ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Monat gefallen. Zudem taucht Bitcoin in rund 40 Prozent aller Kryptodiskussionen auf – was laut Santiment auf „einen sehr ängstlichen Markt“ hindeutet.
Bemerkenswerterweise weist Santiment darauf hin, dass die jüngsten Abflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs möglicherweise ein positives Signal sind. Große Zuflusstage fielen in der Vergangenheit häufig mit lokalen Hochs beim Bitcoin-Kurs zusammen, während Phasen starker Abflüsse eher mit Marktböden zusammenfielen.
In den vergangenen drei Handelstagen flossen 1,17 Milliarden US-Dollar aus den US-Spot-ETFs ab. Am Donnerstag wurde sogar der zweithöchste Abfluss aller Zeiten verzeichnet: 866 Millionen US-Dollar Nettoabfluss.
Nach Einschätzung von Santiment könnte dies auf „Retail-Panik“ hindeuten – ein Phänomen, das regelmäßig kurz vor einer Erholung auftritt.
Auch wenn sich die Stimmung eintrübt und die Bodendebatte erneut aufflammt, betont Santiment, dass ein wirklicher Trendwechsel erst sichtbar wird, wenn der Markt die kollektive Hoffnung aufgegeben hat. Vorerst bleibt der Kryptomarkt demnach vor allem von Angst, Unsicherheit und starken Reaktionen auf psychologische Preisniveaus getrieben.
Bitcoin gilt als Energiefresser. Der hohe Stromverbrauch bleibt, doch die Herkunft der Energie hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschoben.
Bitcoin-Treasury-Unternehmen können stärker zulegen als Bitcoin, bergen durch Schulden und Aktienemissionen aber auch größere Risiken.
Bitcoin- und Ethereum-ETFs verzeichnen Zuflüsse von fast 577 Millionen US-Dollar, während steigende Kurse den Optimismus am Kryptomarkt zurückbringen.
KI-Modelle prognostizieren den XRP-Kurs für den 1. Oktober. Im Schnitt rechnen sie mit 1,29 Dollar, die Unterschiede fallen jedoch auffallend groß aus.
Ein Analyst hält einen Anstieg des XRP-Kurses auf 60 Dollar für möglich, falls ein wichtiger Widerstand überwunden wird. Dafür wäre ein Kursanstieg von mehr als 4.000 Prozent nötig.
Siebzehn Generalstaatsanwälte aus US-Bundesstaaten warnen vor dem CLARITY Act – kurz bevor der Senat über das wichtige Kryptogesetz abstimmt.