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Banken weltweit haben seit 2020 mehr als 100 Milliarden Dollar in Blockchain-Technologie investiert. Das zeigt eine neue Studie von Ripple, und die Botschaft ist klar: Die Finanzwelt verändert sich, auch wenn man es an der Oberfläche noch kaum sieht.
Ripple arbeitete für diese Studie zusammen mit CB Insights und dem UK Centre for Blockchain Technologies. Sie analysierten mehr als 10.000 Investitionen und sprachen mit über 1.800 Finanzführungskräften. Was zeigt sich? Während der Markt voller Unsicherheiten steckt und die Regulierung hinterherhinkt, bauen Banken ruhig weiter an einer digitalen Zukunft.
Die größten Investitionen flossen in Zahlungsinfrastruktur, digitale Vermögensspeicherung (custody), Tokenisierung und On-Chain-Währungsaustausch. So arbeitet HSBC an einer Plattform für digitales Gold, entwickelt Goldman Sachs eine Blockchain-Lösung für Abwicklungen und experimentiert das japanische SBI mit quantensicherer Währung.
Was besonders auffällt: Banken schauen kaum auf Verbraucherprodukte wie Kryptohandel oder Wallets. Nur eine von fünf Banken bietet diese Dienstleistungen an. Der eigentliche Fokus liegt intern: effizienteres Bilanzmanagement, schnellere grenzüberschreitende Zahlungen und weniger Abhängigkeit von alten Banksystemen.
Sechs von zehn Banken arbeiten aktiv an Custody-Lösungen. Dabei sind vor allem Stablecoins und sogenannte Real-World-Assets beliebt – denken Sie an digitale Versionen von Anleihen, Immobilien oder Gold.
Laut dem Bericht glauben mehr als neunzig Prozent der befragten Finanzführer, dass Blockchain und digitale Assets vor 2028 einen enormen Einfluss auf den Sektor haben werden. Und zwei Drittel der Banken sagen, dass sie innerhalb von drei Jahren eine eigene Initiative starten wollen, von tokenisierten Anleihen bis zur Infrastruktur für CBDC’s.
Ripple nennt dies „den Beginn der Implementierungsphase“. Mit anderen Worten: Der Hype mag vorbei sein, aber die eigentliche Revolution hat begonnen. Und das geschieht vor allem an Orten, wo der Verbraucher noch nichts bemerkt – aber letztendlich die Vorteile davon spüren wird.
Auffälliges Detail: Das größte Wachstum findet nicht in den USA oder Europa statt. Es sind Länder wie Indien, Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate, die Blockchain am schnellsten annehmen. Und trotz des Traumas von FTX erreichten die institutionellen Investitionen im ersten Quartal 2024 sogar einen Höhepunkt.
Für diejenigen, die dachten, dass der Blockchain-Trend seinen Höhepunkt überschritten hatte, ist dieser Bericht also ein Weckruf. Die neue Infrastruktur des Finanzsystems wird jetzt gebaut – und die Banken haben tief in die Tasche gegriffen.
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