Der Kurs von Bitcoin (BTC) hat diese Woche erneut mehrmals die Grenze von 110.000 Dollar durchbrochen. Damit nähert sich die Kryptowährung ihrem vorherigen Allzeithoch von 111.980 Dollar, das am 22. Mai erreicht wurde. Gleichzeitig ist zu sehen, dass private Anleger erneut Interesse zeigen.
Marktsentiment steht auf ‘Gier’
Das Blockchain-Analyseunternehmen Santiment stellte am 11. Juni fest, dass es mehr als doppelt so viele positive Meldungen über Bitcoin in den sozialen Medien gab wie negative. Mit einem Verhältnis von 2,12 positiven zu 1 negativen Reaktion ist das Sentiment um Bitcoin in den sozialen Medien auf dem höchsten Punkt seit Trumps Wahlsieg vor sieben Monaten. Laut Santiment ist der Kleinanleger wieder optimistisch.
Auf Google Trends ist noch keine große Belebung zu sehen. Das Interesse am Suchbegriff „Bitcoin“ steht derzeit bei 32, gemessen am Höhepunkt im November letzten Jahres. Verglichen mit Ende 2017, als das Interesse am höchsten war, ist das sogar nur eine Bewertung von 19.
Dennoch ist diese gestiegene Positivität nicht unbedingt eine Kaufgelegenheit, warnen Analysten. „Spitzen in Gesprächen über ein Allzeithoch sind oft Anzeichen von Gier und somit eines möglichen Höhepunkts“, so Santiment. Das wird durch den Fear and Greed Index unterstützt, der das Marktsentiment misst und derzeit bei 71 steht, was auf Gier hindeutet.
Schuldenkrise droht in den USA
Laut Analyseplattform Glassnode verhalten sich Investoren in diesem Zyklus anders als in den vorherigen Bullenmärkten. Langzeit-Halter verkaufen derzeit durchschnittlich 930 Millionen Dollar an Bitcoin pro Tag. Dennoch bauen sie auch neue Positionen auf, was wiederum auf Vertrauen in zukünftiges Wachstum hindeutet.
Unterdessen lassen sich die großen Akteure am Markt, die sogenannten Whales, noch nicht zum Verkaufen verleiten. CryptoQuant stellt fest, dass sie wahrscheinlich auf noch höhere Niveaus warten, bevor sie ihre Positionen abbauen.
Gleichzeitig häufen sich die wirtschaftlichen Sorgen. Der US-Finanzminister Scott Bessent warnte gestern, dass das Nichtanheben der Schuldenobergrenze zu „der größten Krise seit 2008“ führen könnte.
Analysten der Investmentplattform Swan stellen fest, dass dies zum Vorteil von Bitcoin ausschlagen könnte. Sie behaupten, dass zusätzliche Geldschöpfung den Wert einer knappen Alternative wie Bitcoin gerade verstärkt.
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