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In den vergangenen sechs Monaten kauften private Anleger immer mehr Gold, während große institutionelle Investoren verkauften, als die Kurse stiegen. Dies geht aus aktuellen Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hervor.
Dem Zentralbank der Zentralbanken zufolge hat diese Verschiebung eine bedeutende Rolle bei der jüngsten Volatilität auf dem Edelmetallmarkt gespielt.
Seit dem zweiten Quartal 2025 flossen schätzungsweise rund 70 Milliarden Dollar privates Kapital in Gold-ETFs. In den letzten sechs Monaten haben sich diese Zuflüsse mehr als verdreifacht.
Diese von Privatanlegern getragene Euphorie trieb Gold auf neue Rekordhöhen, mit einem Preisanstieg von etwa 60 Prozent im Jahresvergleich. Gleichzeitig entstand laut BIZ eine anfällige Marktdynamik, bei der Kursbewegungen zunehmend durch Sentiment und Hebelpositionen, oder schlichtweg durch Hype, beeinflusst wurden.
Seit Mitte November begannen institutionelle Investoren, ihre Positionen schrittweise abzubauen. Als der Goldpreis Anfang 2026 zu korrigieren begann, beschleunigte sich dieser Abfluss.
Diese Gegensätze zwischen privatem Kaufinteresse und institutionellen Gewinnmitnahmen führten zu größeren Marktschwankungen. Inzwischen liegt der Goldpreis etwa 9 Prozent unter dem Höchststand von Ende Januar, während Silber noch stärker gefallen ist.

Die BIZ weist darauf hin, dass gehebelte ETFs und Marginpositionen die jüngste Korrektur verstärkt haben. Besonders im Silberbereich hatten kleinere spekulative Anleger große Long-Positionen aufgebaut. Als der Markt sich drehte, führte das zu Zwangsverkäufen und scharfen Kursrückgängen.
Dieser Mechanismus ähnelt dem, was zuvor auch auf Kryptomärkten zu beobachten war: Eine Kombination aus Privatinvestitionen und Hebeleinsatz kann Trends beschleunigen, aber auch abrupt umkehren.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Aufwertung des US-Dollars. Seit dem Goldrekord im Januar ist der Dollarindex um fast 4 Prozent gestiegen, was teilweise auf veränderte Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der Federal Reserve zurückzuführen ist.

Ein stärkerer Dollar macht Gold in der Regel weniger attraktiv, da das Edelmetall international in Dollar gehandelt wird.
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