Die US-Notenbank sieht die Wirtschaft stärker laufen als zuvor erwartet, zugleich warnt Fed-Chef Jerome Powell vor zunehmenden Risiken am Arbeitsmarkt. Das sagte er in einer Rede auf einer Wirtschaftskonferenz in Philadelphia. Bleibt die US-Wirtschaft in guter Verfassung, ist das prinzipiell eine gute Nachricht für Bitcoin.

Wirtschaft stärker als erwartet, aber Zweifel bleiben

Nach Powells Worten wirkt das Wirtschaftswachstum robuster als zuvor angenommen. Gleichzeitig zeigt der Arbeitsmarkt erste Anzeichen der Abschwächung. So sind das Beschäftigungswachstum und die Erwerbsbeteiligung gesunken, auch wegen geringerer Zuwanderung. „In diesem weniger dynamischen Arbeitsmarkt nehmen die Abwärtsrisiken für Beschäftigung zu“, so Powell.

Trotz der niedrigen Arbeitslosenquote sind sowohl die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen als auch die Einschätzung der Haushalte zur Jobsicherheit weiter gesunken. Aufgrund des Regierungsstillstands liegen offizielle Zahlen für September noch nicht vor, vorläufige Daten deuten jedoch auf einen etwas schwächeren Arbeitsmarkt hin.

Powells Aussagen stützen die Erwartung, dass die US-Notenbank kurzfristig die Zinsen erneut senkt. An den Terminmärkten wird inzwischen die Wahrscheinlichkeit für eine Senkung um 25 Basispunkte bei der nächsten Sitzung, die für den 29. Oktober geplant ist, auf 96 Prozent beziffert.

Was bedeutet das für den Bitcoin-Kurs?

Für den Bitcoin-Kurs ist es wichtig, dass die US-Wirtschaft in guter Verfassung bleibt. Vertrauen in die Wirtschaft wirkt in der Regel als Impuls für die Kreditvergabe, wodurch mehr Kapital ins Finanzsystem fließt, das letztlich auch in Anlagewerte wie Bitcoin gelangen kann.

Vorerst gibt es daher eine ausreichende Basis für eine Fortsetzung des Bullenmarkts bei Bitcoin – trotz der erheblichen Turbulenzen in dieser Woche.

Die Unruhe speiste sich nicht nur aus dem eskalierenden Handelskrieg zwischen China und den USA, sondern auch aus dem Bankensektor in Amerika. Dort schien sich in dieser Woche plötzlich ein Dollar-Mangel abzuzeichnen, auch wenn die Sorgen derzeit nicht übermäßig groß sind.

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