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Millionen amerikanische Unternehmen können ab sofort Bitcoin (BTC) akzeptieren, ohne Anpassungen vornehmen zu müssen. Der Zahlungsdienstleister Square hat eine neue Funktion eingeführt, die automatisch in bestehenden Kassensystemen integriert wird. Kunden können mit Bitcoin bezahlen, während Verkäufer weiterhin Dollars erhalten.
Square hat Bitcoin-Zahlungen für Millionen von Verkäufern in den USA automatisch aktiviert. Dies teilte das Unternehmen in einer Mitteilung auf X mit. Während Unternehmen zuvor bewusst die Entscheidung treffen mussten, Krypto zu akzeptieren, geschieht dies nun automatisch.
Das bedeutet, dass Einzelhändler plötzlich Zahlungen in BTC erhalten können, ohne aktiv etwas dafür getan zu haben. Schätzungen zufolge betrifft dies Millionen von Unternehmen, darunter kleine Geschäfte und Gastronomiebetriebe.
Laut Miles Suter, Leiter des Bitcoin-Produkts bei Block, ist dies ein wichtiger Schritt: „Wir erleichtern es Millionen von Unternehmen, Bitcoin zu akzeptieren. So wird Bitcoin zum alltäglichen Zahlungsmittel.“
Square ist ein Zahlungsunternehmen des amerikanischen Technologieunternehmens Block, das von Jack Dorsey gegründet wurde. Das Unternehmen konzentriert sich auf digitale Zahlungen und spielt eine wachsende Rolle in der Kryptoszene.
Dorsey erlangte Bekanntheit als Gründer von Twitter, das später von Elon Musk übernommen und in X umbenannt wurde. Er gilt zudem als überzeugter Befürworter von Bitcoin.
Ein großes Problem für Unternehmen war stets die schwankende Krypto-Wertentwicklung. Heute kann der Bitcoin-Kurs hoch sein, morgen deutlich niedriger.
Betrachten wir das letzte halbe Jahr: Im Oktober erreichte Bitcoin einen neuen Rekordpreis von über 126.000 Dollar. Aktuell liegt der Kurs etwa 47 Prozent niedriger bei rund 66.700 Dollar.
Square eliminiert dieses Risiko vollständig für amerikanische Einzelhändler. Sobald ein Kunde mit BTC zahlt, wird der Betrag sofort in Dollar umgewandelt. Der Unternehmer erhält somit Dollars auf sein Konto, ohne Bitcoin halten zu müssen oder Kursrückgänge zu riskieren.
Hinzu kommt, dass Square bis einschließlich 2026 keine Transaktionsgebühren für diese Zahlungen erhebt. Auch die Abwicklung erfolgt zügig. Zahlungen werden nahezu sofort verarbeitet, was für den Nutzer einem normalen Kartenzahlungserlebnis entspricht.
Mit diesem Schritt bringt Square Bitcoin seiner ursprünglichen Funktion als Zahlungsmittel näher. Auch der anonyme Gründer Satoshi Nakamoto hatte Bitcoin im Jahr 2009 als peer-to-peer Bezahlsystem eingeführt.
In den darauffolgenden Jahren hat sich dieses Bild gewandelt. Immer mehr Investoren betrachten Bitcoin vor allem als digitale Form von Gold, das zur Wertaufbewahrung genutzt wird, nicht für tägliche Zahlungen.
So beobachten wir, dass immer mehr Investoren und Unternehmen Bitcoin aufkaufen und halten, ohne Verkaufspläne. Ein bekanntes Beispiel ist Strategy von Michael Saylor, das mittlerweile 762.099 Bitcoin besitzt, laut Daten von BitcoinTreasuries. Diese Bestände sind aktuell fast 51 Milliarden Dollar wert.
Square versucht, diese Entwicklung zu ändern. Indem es Zahlungen direkt in Dollar umwandelt und alles im Hintergrund abwickelt, nimmt das Unternehmen die Komplexität aus dem Prozess. Damit wird Bitcoin wieder als praktisches Zahlungsmittel im Alltag nutzbar.
Der Startschuss fällt zu einem Zeitpunkt, an dem immer mehr große Unternehmen generell mit Kryptozahlungen experimentieren.
Bei PayPal können Kunden schon länger mit Bitcoin zahlen. Genau wie bei Square wird der Betrag dabei automatisch in reguläres Geld umgewandelt. PayPal führte diese Funktion bereits im März 2021 ein. Square folgte 2023.
Der große Unterschied ist, dass Square diese Option nun automatisch aktiviert, wodurch Millionen von Unternehmen direkt davon profitieren können.
Auch andere große Zahlungsdienstleister engagieren sich verstärkt in der Krypto-Welt. So integrierte der Zahlungsriese Visa kürzlich Stablecoins in sein Zahlungssystem. Damit sollen internationale Transaktionen schneller, günstiger und rund um die Uhr möglich werden, insbesondere in Regionen, in denen Zahlungen bislang langsam ablaufen.
Zudem arbeitet auch Mastercard mit großen Akteuren der Krypto-Industrie zusammen, um die Blockchain mit dem bestehenden Zahlungsnetz zu verknüpfen. Ziel ist es ebenfalls, digitale Zahlungen weltweit schneller und einfacher zu gestalten.
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