Malaysia hat beschlossen, die umstrittene Iris-Scan-Technologie von Worldcoin zur Verifizierung persönlicher Daten zu implementieren.

Dieser Schritt ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Worldcoin Foundation, Tools for Humanity (TFH), MyEG und MIMOS Berhad, dem Forschungszweig der malaysischen Regierung im Bereich der Anwendungsentwicklung.

Absichtserklärung unterzeichnet

Diese Partner haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die darauf abzielt, die Verifizierungsprozesse innerhalb der digitalen Infrastruktur Malaysias zu verbessern. Die Technologie von Worldcoin, die Iris-Scan-Technologie verwendet, soll dazu dienen, die Identität von Personen zu bestätigen, ein Prozess, der auch als „Beweis der Menschlichkeit“ bezeichnet wird. Dieses Vorhaben ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Förderung der Entwicklung digitaler Identitäten in Malaysia.

Darüber hinaus untersucht die Zusammenarbeit weitere Möglichkeiten, wie die gemeinsame Produktion von „Orbs“, die Verbindung der World Chain mit der malaysischen Nationalen Blockchain-Infrastruktur und die Sicherstellung der Open-Source-Verfügbarkeit der Worldcoin-Technologie.

TFH wird für die Bereitstellung technischer Expertise und Unterstützung sowohl für den Orb als auch für die World App verantwortlich sein, während sich MyEG auf technische Integrationen und Hardware-Implementierungen konzentrieren wird, die MIMOS unterstützen.

Worldcoin expandierte zuvor bereits nach Europa und Lateinamerika

Die Einführung von Worldcoin in Malaysia erfolgt nach früheren Expansionen nach Europa und Lateinamerika. Diese globale Expansion verlief jedoch nicht ohne Kontroversen. So hat das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht eine Untersuchung gegen Worldcoin eingeleitet, da Bedenken hinsichtlich der Erfassung biometrischer Daten bestehen. Auch in anderen Ländern, darunter Spanien und Hongkong, haben Regierungsbehörden ähnliche Bedenken geäußert, was in einigen Fällen zu einer vorübergehenden Einstellung der Aktivitäten von Worldcoin führte.

Trotz dieser Herausforderungen arbeitet Worldcoin aktiv daran, die lokalen Datenschutzgesetze einzuhalten und das Vertrauen sowohl der Nutzer als auch der Aufsichtsbehörden zu gewinnen. In dem Versuch, transparenter zu sein, hat das Unternehmen im Mai sein biometrisches Datensystem als Open Source veröffentlicht und den Nutzern die Möglichkeit gegeben, alte Iris-Codes sicher zu löschen. Die Untersuchung in Kenia, die 2023 zu einer vorübergehenden Einstellung der Aktivitäten von Worldcoin führte, wurde im Juni abgeschlossen, ohne dass weitere Maßnahmen erforderlich waren.

Gleichzeitig sieht sich Worldcoin mit Vorwürfen der Preismanipulation und des Betrugs im Zusammenhang mit seinem eigenen Worldcoin-Token konfrontiert. Obwohl das Unternehmen diese Vorwürfe von Insiderhandel und Manipulation bestritten hat, werfen diese Probleme weiterhin einen Schatten auf seine globalen Aktivitäten.

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