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Europa steht möglicherweise in wenigen Wochen ohne Flugzeugtreibstoff da. Laut dem Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA) könnten Flüge bald gestrichen werden, wenn die Ölversorgung nicht wiederhergestellt wird. Die Situation ist die direkte Folge der zunehmenden Spannungen um Iran, die den weltweiten Energiemarkt unter Druck setzen.
Die Warnung kommt von Fatih Birol, dem Direktor der IEA. Er erklärt, dass Europa nur noch wenige Wochen Kerosinvorräte hat. Sollte die Versorgung aus dem Nahen Osten nicht bald wieder anlaufen, werden Fluggesellschaften laut Birol gezwungen sein, Flüge zu streichen.
Die Probleme begannen, als Iran die Straße von Hormus effektiv blockierte. Diese ist eine entscheidende Route für den Ölexport aus der Golfregion. Seitdem herrscht weltweit Unruhe auf den Energiemärkten.

Obwohl es bisher noch keine direkten Engpässe gab, liegt das hauptsächlich daran, dass frühere Lieferungen noch unterwegs waren. Inzwischen sind diese letzten Sendungen angekommen, und der Druck wird spürbar.
Die Auswirkungen sind bereits auf dem Energiemarkt zu sehen. Der Preis für Brent-Öl liegt über 30 Prozent höher als vor dem Konflikt. Dies wirkt sich auf höhere Preise für Benzin, Gas und Strom aus.
Laut Birol wird die globale Auswirkung spürbar sein. Einige Regionen werden stärker betroffen sein als andere. Höhere Treibstoffkosten erhöhen zudem den Druck auf Fluggesellschaften, die ohnehin mit steigenden Betriebskosten zu kämpfen haben.
Einige Fluggesellschaften haben daher bereits beschlossen, verlustbringende Flüge zu streichen. Dies betrifft vor allem Unternehmen, die sich nicht gegen steigende Treibstoffpreise abgesichert haben.
Obwohl kürzlich ein vorübergehender Waffenstillstand vereinbart wurde, fehlt es an einer dauerhaften Lösung. Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts sind bislang gescheitert, was die Unsicherheit aufrechterhält.
Fluggesellschaften und Flughäfen beobachten die Situation aufmerksam. Unter normalen Umständen verfügen sie über etwa sechs Wochen Treibstoffvorrat. Aufgrund des anhaltenden Konflikts sind zusätzliche Reserven jedoch weitgehend aufgebraucht.
Wenn sich die Lage nicht bald ändert, scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Reisende die Auswirkungen direkt auf Flughäfen in ganz Europa spüren.
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