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Der Bitcoin zeigt Anfang 2026 eine zunehmend schwächere Korrelation zur Entwicklung der weltweiten Geldmenge. Während der Kurs der Kryptowährung lange Zeit eng mit dem Wachstum des sogenannten M2, einem Maß für die Geldmenge weltweit, verbunden war, scheint sich diese Beziehung seit dem letzten Jahr abzuschwächen. Dies stellt ein wesentliches Element vieler früherer Kursmodelle in Frage.
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Historisch gesehen fungierte eine zunehmende globale Geldmenge als Treibstoff für Bitcoin. In Zeiten expansiver Geldpolitik und zunehmender Liquidität übertraf der Kurs oftmals andere Anlageklassen. Derzeit wächst das weltweite M2 mit über 10 Prozent jährlich, während Bitcoin eine negative Jahreswachstumsrate verzeichnet.

Laut Fidelity Digital Assets ist es jedoch zu früh, endgültige Schlüsse zu ziehen. In einer kürzlich durchgeführten Analyse stellt das Unternehmen fest, dass Bitcoin-Bullenmärkte historisch mit einer Beschleunigung der Geldmenge zusammenfallen. Aufgrund seiner Knappheit könnte Bitcoin überschüssige Liquidität letztlich stärker absorbieren als andere Investitionen.
Fidelity verweist zudem auf das Ende der restriktiven Zentralbankpolitik und eine neue Phase der weltweiten monetären Lockerung. In diesem Szenario bleibt das M2-Wachstum aus ihrer Sicht ein positiver Faktor für den Bitcoin-Kurs im weiteren Verlauf des Jahres 2026.
Auch andere Marktanalysten halten an diesem Liquiditätsmodell fest.
Sie verweisen darauf, dass Gold und Silber zuletzt einen Teil der Nachfrage nach Anlagen, die gegen Inflation und Unsicherheiten schützen, aufgefangen haben, und dass Bitcoin dieser Entwicklung möglicherweise mit einer zeitlichen Verzögerung folgen wird.
Andere Analysten sind weniger zuversichtlich. Sie zeigen, dass frühere Perioden, in denen sich Bitcoin von der Geldmengenentwicklung entkoppelte, oft mit wichtigen Markthochs zusammenfielen. In diesen Fällen folgte meist eine längere Schwächephase.
Laut dieser Gruppe weist die aktuelle Divergenz nicht auf verzögerte Stärke hin, sondern auf strukturelle Unsicherheit. Das erschwert den Vergleich mit früheren Zyklen.
Eine alternative Erklärung bieten Analysten, die auf technologische Risiken hinweisen. Sie argumentieren, dass das Jahr 2025 einen Wendepunkt darstellte, da die Möglichkeit, dass Quantencomputer künftig bestehende Kryptografie knacken können, ernster genommen wird. In diesem Licht wäre die Entkopplung von Bitcoin und M2 kein monetäres, sondern ein technologisches Signal: Kapital berücksichtigt ein neues Risiko, das zuvor keine Rolle spielte.
Darüber hinaus spielen geopolitische Spannungen, Währungsrisiken und Störungen in globalen Kapitalströmen eine größere Rolle als in früheren Zyklen. Dadurch reagieren die Märkte weniger eindeutig nur auf Liquidität.
Trotz der Meinungsverschiedenheiten unter Analysten bleibt die Langzeitperspektive für viele Investoren intakt. Bitcoin wird weiterhin als Alternative zu traditionellen Währungen, als digitales Äquivalent zu Gold und als Schutz gegen monetäre Experimente angesehen, auch wenn die Preisbildung volatiler verläuft als bisher.
Die Anfang 2026 gezogene Bilanz ist daher differenziert: Bitcoin bewegt sich nicht mehr automatisch im Gleichklang mit dem Wachstum der weltweiten Geldmenge. Ob dies auf vorübergehendes Rauschen, eine reifende Marktstruktur oder einen strukturellen Bruch mit alten Modellen hinweist, ist genau der Punkt, an dem die Meinungen auseinandergehen.
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