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Die amerikanische Kryptobörse Kraken hat einen wichtigen Schritt in Richtung des europäischen Marktes gemacht. Das Unternehmen hat in Irland eine Lizenz unter dem neuen MiCA-Rahmenwerk erhalten, wodurch es nun regulierte Dienste in der gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) anbieten darf.
Kraken erhielt die Genehmigung von der Zentralbank Irlands. Die MiCA-Lizenz gibt dem Unternehmen Zugang zu 30 Ländern innerhalb der Europäischen Union. Laut Kraken selbst markiert dies einen wichtigen Moment in ihrer internationalen Strategie.
Es ist nicht die erste Lizenz, die das Unternehmen in Europa erlangen konnte. Im Februar erhielt Kraken bereits eine MiFID-Lizenz und 2023 folgte eine Lizenz als Electronic Money Institution (EMI). Diese Reihe von Lizenzen unterstreicht den zunehmenden Fokus auf Regulierung innerhalb der Krypto-Industrie.
„Wir glauben, dass Vertrauen die wertvollste Währung in Krypto ist, und das muss man verdienen,“ sagte Kraken’s Co-CEO Arjun Sethi. „Unser Team hat jahrelang gearbeitet, um den hohen Anforderungen der Zentralbank Irlands gerecht zu werden.“
Auch andere große Börsen sind dabei, eine MiCA-Lizenz zu erhalten. Coinbase, OKX, Crypto.com und Bybit meldeten früher in diesem Jahr ihre Genehmigung. Gemini soll auf dem Weg sein, eine Lizenz in Malta zu erhalten. Die neue Regelung ist seit 2024 in Kraft und soll für Klarheit und Einheit innerhalb des europäischen Kryptosektors sorgen.
Dennoch ist nicht jeder überzeugt. Tether, Herausgeber der größten Stablecoin USDT, teilt mit, nicht am MiCA-Prozess teilzunehmen. Dadurch ist die Stablecoin bei einigen Börsen mittlerweile nicht mehr für europäische Nutzer verfügbar.
Während Europa Schritte in Richtung Regulierung unternimmt, scheinen die Vereinigten Staaten vorerst zurückzubleiben. Kraken verlegte kürzlich sein Hauptquartier in den US-Bundesstaat Wyoming, wo die Politik als kryptofreundlicher angesehen wird. Die US-Politik arbeitet noch an umfassender Gesetzgebung wie dem FIT21 Act, der das Kryptolandschaft gestalten soll.
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