Der Bitcoin-Kurs notiert seit Tagen unter 100.000 US-Dollar. Damit hat für die Digitalwährung eine entscheidende Phase begonnen. In den kommenden Wochen entscheidet sich, ob Bitcoin in einen Bärenmarkt abgleitet oder ob die Rallye noch eine letzte Aufwärtsbewegung in sich hat.
Die Wochen der Entscheidung für Bitcoin
Von einem Aufwärtstrend kann keine Rede mehr sein – das ist inzwischen klar. Theoretisch hat Bitcoin dennoch eine Chance, den Bullenmarkt zu verlängern. Denn obwohl der Markt derzeit kräftigen Gegenwind spürt, bleibt das makroökonomische Fundament des Bullenmarkts intakt.
Solange die US-Wirtschaft auf dem aktuellen Niveau von fast 4 Prozent wächst, besteht die Chance auf eine Fortsetzung der Rallye. Davon ist derzeit auszugehen, sofern man dem GDPNow-Modell der Federal Reserve Bank of Atlanta Glauben schenkt.
Die Atlanta Fed ist ein Ableger der US-Notenbank und veröffentlicht unter anderem dieses Modell.

Derzeit tut sich Bitcoin schwer, unter anderem weil Anleger über den weiteren Zinspfad der US-Notenbank im Unklaren sind. Bis vor Kurzem galt eine weitere Zinssenkung im Dezember als ausgemacht, inzwischen ist das jedoch nicht mehr der Fall.
In der Folge ist die Risikobereitschaft gesunken, die Volatilität nimmt zu, und ein großer Teil des US-Aktienmarkts gerät ebenfalls unter Druck. Anleger wollen Klarheit – und bis sie kommt, dürfte es Bitcoin schwer haben.
Klarheit naht
Wahrscheinlich müssen wir auf diese Klarheit jedoch nicht mehr lange warten. Der Government Shutdown in den Vereinigten Staaten ist inzwischen vorbei, sodass viele Behörden wieder beginnen, Konjunkturdaten zu veröffentlichen.
Diese Zahlen sollen der US-Notenbank Aufschluss darüber geben, ob sie im Dezember erneut eine Zinssenkung vornehmen kann. Für Bitcoin wäre es positiv, wenn die Inflationsdaten besser als erwartet ausfallen.
Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn die Ölpreise liegen derzeit auf einem ungewöhnlich niedrigen Niveau – ein zentraler Treiber der Inflation. Dadurch könnte sich theoretisch Spielraum für Zinssenkungen ergeben.

Wenn zudem der Arbeitsmarkt etwas nachlässt, ergäbe sich insgesamt ein recht günstiges Umfeld für Bitcoin und andere riskante Anlagen, der Bullenmarkt-Rallye noch einen letzten Schub zu geben.
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