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Japan hat erstmals seit fast vier Jahren wieder einen neuen Anbieter für seinen streng regulierten Kryptomarkt zugelassen. Laser Digital, die Kryptosparte des japanischen Finanzkonzerns Nomura Group, hat die Genehmigung erhalten, offiziell Kryptodienstleistungen anzubieten.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Japan verschärft seine Kryptoregulierung weiter, während große Banken und Vermögensverwalter digitales Vermögen zunehmend in den Blick nehmen. Die Zulassung eines Akteurs aus der traditionellen Finanzwelt zeigt, dass strengere Regeln diese Entwicklung nicht zwangsläufig bremsen müssen.
Die japanische Financial Services Agency (FSA) hat Laser Digital in ihre Liste registrierter Anbieter von Kryptodienstleistungen aufgenommen. Damit darf das Unternehmen nach dem Payment Services Act Dienstleistungen für den Handel mit digitalen Vermögenswerten anbieten.
Laser Digital gehört zur Nomura Group, einem der größten und bekanntesten Finanzinstitute Japans. Das Unternehmen konzentriert sich auf digitale Vermögenswerte und institutionelle Anleger.
Besonders die lange Zeit seit der letzten Zulassung macht die Genehmigung bemerkenswert. Der letzte Anbieter mit einer vergleichbaren Registrierung war Binance Japan im Oktober 2022.
Nach Einschätzung von Jez Mohideen, Mitgründer und CEO von Laser Digital, reift der japanische Kryptomarkt zunehmend. Vor allem professionelle Anleger wie Banken, Fonds und Vermögensverwalter zeigten wachsendes Interesse.
Diese Akteure stellen in der Regel höhere Anforderungen an Regulierung, Handelsinfrastruktur und Risikomanagement. Mit der neuen Lizenz kann Laser Digital genau diese Zielgruppe adressieren.
Gleichzeitig arbeitet Japan an strengeren Vorgaben. Das Parlament verabschiedete im Juli Gesetzesänderungen, durch die Kryptoassets nach dem Financial Instruments and Exchange Act (FIEA) als Finanzvermögen behandelt werden.
Derzeit fallen digitale Vermögenswerte noch überwiegend unter den Payment Services Act, bei dem ihre Funktion als Zahlungsmittel stärker im Vordergrund steht. Mit der neuen Gesetzgebung rückt Krypto näher an den Regulierungsrahmen für klassische Finanzprodukte heran.
Dazu gehören unter anderem strengere Anforderungen an Kryptounternehmen sowie Regeln gegen Insiderhandel.
Die Änderungen treten nicht unmittelbar in Kraft. Das japanische Kabinett muss den genauen Starttermin noch festlegen. Dies muss innerhalb eines Jahres nach der Veröffentlichung der Gesetzesänderungen am 23. Juli geschehen.
Japan setzt damit auf eine auffällige Kombination. Die Aufsicht über Krypto wird strenger, zugleich erhalten regulierte Finanzinstitute mehr Spielraum für den Markteintritt. Dass nun ausgerechnet eine Nomura-Tochter zugelassen wird, zeigt, wie weit Krypto inzwischen in Richtung des traditionellen Finanzsektors vorgedrungen ist.
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