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Zwei frühere Topmanager der kollabierten Kryptobörse FTX dürfen über Jahre nicht mehr auf Märkten handeln, die der Aufsicht der US-Behörde CFTC unterliegen. Betroffen sind FTX-Mitgründer Gary Wang und Caroline Ellison, die das Schwesterunternehmen Alameda Research leitete.

Auffällig ist, dass gegen die beiden keine neue Geldstrafe verhängt wird. Nach Angaben der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) spielte ihre umfassende Kooperation bei den Ermittlungen zum milliardenschweren Betrug rund um FTX dabei eine zentrale Rolle.

Caroline Ellison erhält das längste Verbot

Ellison darf fünf Jahre lang nicht auf Märkten handeln, die unter die Aufsicht der CFTC fallen. Die US-Behörde ist für den Handel mit Futures und anderen Derivaten zuständig, darunter auch Krypto-Derivate. Konkret darf Ellison fünf Jahre lang keine Terminkontrakte handeln, von Bitcoin-Futures bis hin zu Kontrakten auf Rohstoffe.

Zudem darf sie sich zehn Jahre lang nicht bei der Behörde registrieren lassen. Eine Tätigkeit bei einem US-Handelshaus oder Broker in diesen Märkten ist damit ebenfalls ausgeschlossen.

Für Wang gilt ebenfalls ein Handelsverbot von fünf Jahren. Sein Registrierungsverbot läuft über acht Jahre.

Der Vergleich wurde inzwischen von einem Bundesgericht in Manhattan genehmigt. Die CFTC verzichtete wegen der Kooperation von Wang und Ellison bei den Ermittlungen darauf, Geldstrafen oder die Abschöpfung illegal erzielter Gewinne zu verlangen.

„Die heutige Einigung zeigt erneut, welchen Stellenwert diese Behörde einer umfassenden Kooperation beimisst“, sagte David Miller, Leiter der Rechtsdurchsetzung bei der CFTC.

Beide spielten im Strafprozess gegen FTX-Gründer Sam Bankman-Fried eine wichtige Rolle. Sie bekannten sich schuldig und traten anschließend als Zeugen der Anklage auf.

FTX-Betrug verfolgt frühere Manager weiter

FTX brach Ende 2022 zusammen, nachdem massive finanzielle Probleme bei der Kryptobörse und Alameda Research bekannt geworden waren.

US-Staatsanwälte legten später dar, wie über Jahre Milliardenbeträge von Kunden, Investoren und Kreditgebern zweckentfremdet worden waren. Der Zusammenbruch entwickelte sich zu einem der größten Betrugsfälle in der Geschichte der Kryptobranche.

Bankman-Fried wurde schließlich zu 25 Jahren Haft verurteilt. Anfang dieses Jahres versuchte er, seine Verurteilung aufheben zu lassen, scheiterte damit jedoch.

Auch Ellison bekannte sich schuldig und wurde 2024 zu zwei Jahren Haft verurteilt. Wang räumte seine Beteiligung ebenfalls ein, musste am Ende aber nicht ins Gefängnis.

Ihre Kooperation mit der Justiz fiel stark ins Gewicht. Beide sagten im Prozess schwer belastend gegen Bankman-Fried aus und schilderten, wie FTX und Alameda geführt wurden.

CFTC ging auch gegen weiteren FTX-Manager vor

Die CFTC ist auch gegen andere frühere FTX-Manager vorgegangen. Im April schloss die Behörde einen Vergleich mit dem früheren Technikchef Nishad Singh.

Singh musste 3,7 Millionen Dollar an illegal erzielten Gewinnen zurückzahlen. Zudem wurden ihm zeitweise Beschränkungen für den Handel und die Registrierung bei der CFTC auferlegt.

Bei Wang und Ellison bleibt eine solche finanzielle Sanktion nun aus. Ihnen werden jedoch über Jahre Beschränkungen für ihre Aktivitäten auf Märkten auferlegt, die der Aufsicht der CFTC unterstehen.

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