Bitcoin (BTC) hat heute den Kryptomarkt mit dem höchsten Kurs seit Ende Januar aufgerüttelt. Unter Anlegern herrscht jedoch große Uneinigkeit darüber, was dies bedeutet. Die eine Hälfte wittert den Beginn eines neuen Bullenmarktes, die andere sieht darin einen letzten Aufschwung vor dem nächsten Einbruch. Ist es nun also ein guter Zeitpunkt, die Kryptowährung zu kaufen, oder nicht?
BTC meldet sich zurück
Der Bitcoin-Kurs ist seit dem Tiefstand von 60.000 Dollar am 6. Februar bereits um über 34 Prozent gestiegen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen in der vergangenen Woche gelang es schließlich, die Marke von 80.000 Dollar zu überschreiten.
Die Frage bleibt, ob dies der kürzeste Bärenmarkt in Bitcoin’s Geschichte ist, oder ob wir uns lediglich inmitten eines vorübergehenden Aufschwungs befinden.
In früheren Zyklen dauerte es etwa ein Jahr, bis Bitcoin den Tiefpunkt erreichte. Da das Tief im Oktober begann, könnte das bedeuten, dass noch weitere Herausforderungen bevorstehen.
Doch Bitcoin hat wieder an Momentum gewonnen, und auch die Wall Street hat Investoren mit einem historischen Comeback zu neuen Rekorden überrascht.
Bitcoin hat nun zwei Wochenkerzen über dem Tiefstand des letzten Jahres abgeschlossen, und der Kurs liegt zudem über dem Bullenmarkt-Supportband. Unterstützend kommt hinzu, dass bekannte Momentum-Indikatoren aus selten tiefen Niveaus gestiegen sind.
Dennoch reicht dies noch nicht aus, um bereits von einer echten Umkehr des Trends zu sprechen. Dazu müsste Bitcoin über den Höchststand vom Januar bei rund 98.000 Dollar steigen. Zudem befindet sich der Kurs nach wie vor in einem Aufwärtskanal.
Ein weiteres wichtiges Niveau ist der 200-Tage-Durchschnitt, der derzeit bei etwa 83.500 Dollar liegt. In früheren Bärenmärkten bedeutete ein Durchbruch dieses Niveaus ein endgültiges Ende des Bärenmarktes.

Angst, den Bitcoin-Tiefpunkt zu verpassen?
Viele Anleger verspüren aktuell FOMO. Die heftigen Rückgänge haben sie zunächst aus dem Markt gedrängt, und jetzt fürchten sie, die nächste Hausse zu verpassen. Diese Angst scheint jedoch unbegründet.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin direkt neue Rekorde erreicht, ist sehr gering. Der Kurs hat zu viel Schaden erlitten, und solche Wunden benötigen Zeit zur Heilung.
Der RSI (ein bekannter Momentum-Indikator) erreichte historische Überverkaufs-Niveaus, als Bitcoin auf 60.000 Dollar abstürzte, woraufhin sich der Kurs schnell erholte. In früheren Bärenmärkten bot der Kurs danach jedoch noch mehrere Einstiegsmöglichkeiten.
Im Jahr 2022 fiel Bitcoin sogar noch tiefer, während der RSI ein höheres Tiefpunktniveau erreichte. Das zeigt deutlich, dass der Verkaufsdruck nachlässt.
Die Zeit wird zeigen, ob 60.000 Dollar der Tiefpunkt waren oder nicht, aber die Wahrscheinlichkeit scheint groß, dass sich das Momentum noch weiter abkühlen wird. Und dann stehen die Chancen besser, vom Ende des Bärenmarktes sprechen zu können.
„Es gibt immer wieder Chancen“, so Analyst Jelle.
Für die kurzfristige Entwicklung sieht unser technischer Analyst Erik Juffermans zudem bereits einige Warnsignale. Mehr dazu in diesem Artikel.
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