Ein ehemaliger Hilfssheriff aus dem Los Angeles County wurde zu über fünf Jahren Haft verurteilt wegen seiner Rolle in einem Erpressungsfall rund um den Krypto-Unternehmer Adam Iza, auch bekannt als „The Godfather“. Was als geschäftlicher Konflikt begann, eskalierte in einen Fall voller Entführung, Einschüchterung und Missbrauch von Polizeibefugnissen.

Zehntausende Dollar monatlich für illegale Unterstützung

Laut Staatsanwaltschaft erhielt Michael Coberg monatlich mindestens 20.000 Dollar von Adam Iza, dem Gründer der Kryptoplattform Zort. Anstatt die Bürger zu schützen, nutzte er seine Position, um illegale Aktivitäten zu unterstützen.

Das Bundesgericht in Kalifornien verurteilte Coberg zu 63 Monaten Haft und einer Schadensersatzzahlung von 127.000 Dollar. Er hatte sich zuvor der Erpressungsverschwörung und der Verletzung von Bürgerrechten schuldig bekannt. Iza selbst bekannte sich im Januar 2025 schuldig und wartet noch auf seine Strafzumessung.

Entführung und Einschüchterung unter Gewaltandrohung

Im Oktober 2021 spielte Coberg eine Schlüsselrolle bei der Entführung eines Mannes, der in einen Konflikt mit Iza verwickelt war. Das Opfer wurde zu Izas Haus gebracht und unter Druck gesetzt, 127.000 Dollar zu überweisen. Die Zahlung wurde auf Video aufgezeichnet.

Doch dabei blieb es nicht. Der Mann wurde anschließend zu einem Schießstand gebracht, wo er unter der Drohung mit einer Schusswaffe weiter eingeschüchtert wurde.

Bei einem zweiten Opfer ging Coberg noch raffinierter vor. Er stellte eine Falle über die Ex-Freundin des Opfers, die ihn nach Los Angeles lockte. Dort wurde er an einen Ort mit Drogen gebracht und anschließend von einem Kollegen Cobergs verhaftet, der von Coberg informiert worden war. Zuvor war das Opfer bereits gezwungen worden, 25.000 Dollar zu zahlen.

Missbrauch von Polizeieinfluss in der Kryptobranche

Der Fall zeigt, wie Macht und Einfluss auch in der Kryptobranche missbraucht werden können. Ein Hilfssheriff mit Abzeichen und Dienstwaffe erwies sich als mächtiges Druckmittel.

Laut den Anklägern hat Coberg das Vertrauen, das mit seiner Position verbunden ist, schwer missbraucht. Der Fall unterstreicht, dass die Risiken in der Kryptobranche nicht nur digital sind, sondern manchmal auch physisch und sehr direkt.

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