Die wahre Identität des Bitcoin (BTC)-Schöpfers Satoshi Nakamoto ist seit Jahren Gegenstand von Diskussionen. Eine virale Aussage des chinesischen „Professors“ Jiang hat diese Debatte erneut entfacht.
Er suggeriert, dass die CIA möglicherweise an der Entstehung von Bitcoin beteiligt war. In einem Podcast mit Jack Neel erläutert er diese Theorie, aber innerhalb der Kryptogemeinschaft gibt es breite Kritik.
Professor zieht Verbindung zwischen Bitcoin und ‚Deep State‘
In dem Podcast erklärte Jiang, dass eine spieltheoretische Analyse auf die US-Geheimdienste als mögliche Erschaffer von Bitcoin hindeuten würde. Er stützte dies auf drei Fragen: Wer hatte die technische Kapazität, wer profitiert davon und warum blieb der Erschaffer anonym?
„Wenn man eine spieltheoretische Analyse durchführt und alle Möglichkeiten betrachtet, landet man beim Deep State, dem amerikanischen Deep State. Man landet bei der CIA.“
Er deutete an, dass die Blockchain-Technologie möglicherweise aus derselben Quelle wie das Internet und GPS stammt. Demnach könnte das Netzwerk eine doppelte Funktion haben: Einerseits als finanzielle Infrastruktur und andererseits als Mittel für umfassende Überwachung.
Jiang zweifelte auch am Open-Source-Charakter der Bitcoin-Blockchain. Seiner Meinung nach ist die physische Kontrolle über Hardware entscheidend. „Weil ich denke, dass man, wenn man die Hardware kontrollieren kann, auch die Software kontrollieren kann“, sagte er. Dabei stellte er die Frage, wo sich die Bitcoin-Server befinden.
Kritik: „Fundamentales Missverständnis über Dezentralisierung“
Innerhalb der Kryptogemeinschaft stieß insbesondere diese letzte Behauptung auf scharfe Kritik. Analysten heben hervor, dass Bitcoin keine zentralen Server hat, sondern auf einem weltweiten Netzwerk unabhängiger Nodes läuft.
Ein Kommentator reagierte scharf: „Bitcoin ist letztlich ein IQ-Test und dieser ‚Professor‘ ist durchgefallen. Nach 17 Jahren verstehen sie immer noch nicht die Grundlagen.“
Auch Investorin Lyn Alden weist auf einen zentralen Punkt des Netzwerks hin: die Dezentralisierung.
„Menschen mit dieser Sichtweise verstehen das Open-Source-Aspekt oder den Proof-of-Work-Mechanismus nicht vollständig. Ein starkes Merkmal von Bitcoin ist, dass es buchstäblich egal ist, wer es geschaffen hat.“
Frühere Analysen kommen zu dem Schluss, dass es keine Beweise für eine Beteiligung von Regierungsbehörden wie der CIA oder DARPA gibt. Spekulationen über die Identität von Satoshi Nakamoto bestehen damit weiterhin, ohne bestätigte Antworten.
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