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Der Mitgründer der Krypto-Börse Binance, Changpeng „CZ“ Zhao, ist erneut ins Visier eines möglichen Cyberangriffs geraten. Laut einer Sicherheitswarnung von Google versuchten Hacker, in seinen Account einzudringen. Es gibt starke Hinweise darauf, dass es sich um die nordkoreanische Hackergruppe Lazarus handelt, die seit Jahren für groß angelegte Angriffe in der Kryptobranche verantwortlich gemacht wird.
Zhao teilte auf X (ehemals Twitter) eine Benachrichtigung, die er von Google erhalten hatte. Darin hieß es, „staatlich unterstützte Angreifer“ hätten versucht, sein Passwort zu stehlen. In einer lockeren Reaktion schrieb er:
„Ich bekomme diese Warnung ab und zu von Google. Weiß jemand, was das ist? Lazarus aus Nordkorea? Nicht, dass ich etwas Wichtiges in meinem Account hätte.“
Auch wenn Zhao den Vorfall mit Humor nahm, betrachten Sicherheitsexperten solche Hinweise äußerst ernst. Oft sind sie ein Zeichen für gezielte Angriffe gut organisierter Hackergruppen, die es auf einflussreiche Personen aus der Technologie- und Kryptobranche abgesehen haben.
Die Lazarus-Gruppe gilt seit Jahren als eine der gefährlichsten Hackergruppen der Welt. Nach Einschätzung westlicher Geheimdienste agiert die Gruppe unter Aufsicht der nordkoreanischen Regierung. Ihr werden mehrere große Cyberangriffe auf Banken, Unternehmen und Kryptoplattformen zugeschrieben.
Einer der berüchtigtsten Angriffe war der Hack auf die Börse Bybit, bei dem 1,4 Milliarden Dollar gestohlen wurden. Das macht ihn zum größten Hack in der Geschichte der Kryptobranche.
Laut Blockchain-Experte Anndy Lian arbeitet die Gruppe über ein Netzwerk von Agenten, die sich als Freelancer oder IT-Mitarbeiter ausgeben. „Sie schleusen Millionen Dollar zurück nach Nordkorea, indem sie Aufträge bei ausländischen Unternehmen annehmen“, erklärt er. „Sogar Regierungsbeamte erhalten von Google Warnungen über Versuche, ihre Accounts zu hacken.“
Der Versuch, Zhaos Account zu knacken, fügt sich in einen breiteren Trend zunehmender Cyberbedrohungen in der Kryptobranche ein. In den vergangenen Monaten haben Experten immer häufiger vor Infiltrationsversuchen aus Nordkorea gewarnt.
Zhao schrieb zuvor, dass sich Hacker als Bewerber ausgeben, um bei Kryptounternehmen unterzukommen. „Sie versuchen über Stellen in IT, Sicherheit oder Finanzen hineinzukommen. Sobald sie Zugang haben, können sie sensible Informationen sammeln oder Geld abzweigen“, so Zhao.
Eine Gruppe ethischer Hacker, Security Alliance (SEAL), entdeckte kürzlich, dass sich mindestens sechzig nordkoreanische Agenten als Programmierer oder IT-Spezialisten ausgaben. Ihr Ziel war es, Zugang zu US-amerikanischen Kryptounternehmen zu erhalten und Nutzerdaten zu stehlen.
Der Versuch, den Account von CZ zu hacken, zeigt, dass in der Kryptowelt niemand vollständig sicher ist. Nordkoreanische Hacker suchen weiter nach neuen Wegen, über digitale Angriffe Geld zu erbeuten, das anschließend Richtung Pjöngjang fließt.
Für Unternehmen in der Kryptobranche ist die Botschaft klar: Cybersicherheit ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Während der Kryptomarkt weiter wächst, werden die Angriffe von Hackergruppen wie Lazarus immer ausgefeilter. Wachsamkeit ist entscheidend, um neue digitale Katastrophen zu verhindern.
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