Ethereum (ETH) konsolidiert derzeit um die 3.000 US‑Dollar. Damit liegt der Kurs deutlich unter den Niveaus vom vergangenen Sommer, als er kurz an der Marke von 5.000 US‑Dollar kratzte. Das lang erwartete Fusaka-Upgrade steht heute Abend an und sorgt nun für neue Hoffnungen. 

Derivatemarkt sendet vorsichtige Signale der Hoffnung

Der Ethereum-Kurs legte im Mai noch um starke 58 Prozent zu, vor allem getrieben vom damaligen Enthusiasmus rund um das Pectra-Upgrade. Inzwischen ist dieses Momentum weitgehend verpufft. Trotz des stabilen Preises um 3.000 US‑Dollar fehlt es dem Markt an Überzeugung.

Die große Frage ist nun, ob das anstehende Fusaka-Update, das für etwa 23:00 Uhr deutscher Zeit erwartet wird, eine ähnliche Euphorie auslösen kann. Fusaka soll unter anderem für bessere Skalierbarkeit und niedrigere Transaktionskosten sorgen. 

Das Open Interest an den Derivatemärkten liegt derzeit bei über 17 Milliarden US‑Dollar, bei einer leicht positiven Funding Rate. Das deutet auf eine verhalten optimistische Stimmung unter den Tradern hin. Gleichzeitig bleiben technische Indikatoren wie RSI und MACD schwach – ein Zeichen für fehlende klare Trendrichtung.

Bevor der Ethereum-Kurs wieder in die Nähe von 5.000 US‑Dollar kommen kann, muss er zunächst den Widerstandsbereich zwischen 3.500 und 3.800 US‑Dollar überzeugend hinter sich lassen. Dafür wäre eine neue Welle trendgetriebener Kaufdynamik nötig, wie wir sie bereits während der Pectra-Rallye gesehen haben.

Netzwerkleistung steigt, doch der Markt bleibt abwartend

Laut Daten von GrowThePie erreichte das Ethereum-Netzwerk kürzlich einen Rekord von fast 33.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS), unter anderem dank der Zero-Knowledge-Rollup-Lösung Lighter. Auch der tägliche Durchsatz legt zu, unterstützt durch eine Anhebung des Gaslimits von 45 auf 60 Millionen.

Derzeit ist keine konkrete Hype-Stimmung rund um das Fusaka-Update erkennbar. Viele Händler halten sich noch zurück. Das dürfte auch damit zusammenhängen, dass der breitere Kryptomarkt in den vergangenen Wochen etwas fragil wirkte – auch wenn sich die Lage inzwischen wieder etwas aufhellt.

Entscheidend sind für den Markt daher vor allem messbare Ergebnisse nach dem Upgrade. Erst wenn die Nutzung von Rollups nachweislich anzieht und die Kosten sinken, könnte das neues Momentum für ETH bringen. Bislang spiegelt sich dieser Effekt jedoch noch nicht in der Kursentwicklung wider.

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