El Salvador hält weiterhin an seiner ehrgeizigen Bitcoin-Strategie fest, trotz des Drucks des Internationalen Währungsfonds (IWF). Am 20. Januar 2025 kündigte das Nationale Bitcoin-Büro an, dass das Land erneut 11 BTC zu seiner strategischen Reserve hinzugefügt hat.
Mit einem Wert von mehr als 1 Million Dollar ist dieser Schritt bemerkenswert, insbesondere im Hinblick auf frühere Zusagen, die Bitcoin-Adoption zu begrenzen.
IMF: Bitcoin-Strategie muss abgeschwächt werden
Im Dezember 2024 schloss El Salvador eine Vereinbarung mit dem IWF über ein Darlehen von 1,4 Milliarden Dollar. Als Bedingung stellte der IWF, dass das Land seine Beteiligung an Kryptowährungen reduzieren müsse. Unternehmen dürften nicht länger verpflichtet werden, Bitcoin zu akzeptieren, und die Regierung müsste ihre Bitcoin-Strategie abbauen.
Dennoch scheint El Salvador nicht beabsichtigt zu haben, seine Politik zu ändern. Im selben Monat erklärte Stacy Herbert, Leiterin des Nationalen Bitcoin-Büros, dass das Land das Tempo der Bitcoin-Akkumulation sogar erhöhen wolle.
IWF bleibt kritisch gegenüber dem Bitcoin-Experiment
Der IWF hat sich seit der Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel im Jahr 2021 kritisch geäußert. Die Organisation warnte damals vor makroökonomischen und finanziellen Risiken. Im August 2024 erkannte der IWF jedoch an, dass viele dieser Risiken noch nicht eingetreten sind. Trotzdem bleibt die Organisation besorgt: Im Oktober betonte der IWF erneut, dass El Salvador die Exponierung des öffentlichen Sektors gegenüber Bitcoin verringern sollte.
Ist die Strategie erfolgreich?
Bis jetzt scheint die Strategie Früchte zu tragen. Bitcoin erreichte am Dienstag einen neuen Rekordwert von fast 109.500 $. Mit diesem jüngsten Kauf setzt El Salvador seinen Kurs unvermindert fort. Ob das Land ein inspirierendes Beispiel für andere wird oder ob das Experiment letztlich als gescheitert angesehen wird, wird die Zeit zeigen müssen.
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