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Die Zahl der Krypto-Hacks ist im März deutlich gestiegen. Insgesamt gingen mehr als 52 Millionen Dollar verloren, fast eine Verdoppelung im Vergleich zu Februar, als es noch 26,5 Millionen Dollar waren. Dies geht aus Daten des Blockchain-Sicherheitsunternehmens PeckShield hervor. Auffällig ist, dass Kriminelle zunehmend nicht nur digitale, sondern auch physische Mittel einsetzen.
Der größte Angriff des Monats ereignete sich bei Resolv Labs. Hacker verschafften sich Zugang zur Cloud-Umgebung des Unternehmens, indem sie eine Schwachstelle in Amazons System für digitale Schlüssel (AWS Key Management Service) ausnutzten.
Durch diesen Einbruch erstellten die Angreifer 80 Millionen neue USR-Token ohne inneren Wert. Der Kurs des Tokens brach sofort ein. Letztlich erbeuteten die Hacker etwa 25 Millionen Dollar in Ethereum (ETH).
Die Folgen blieben nicht auf Resolv Labs allein beschränkt. Der Einbruch des USR-Tokens verursachte Probleme bei mehreren DeFi-Plattformen, darunter Fluid, Morpho Blue und Euler Finance. Diese Plattformen hatten mit Zahlungsausfällen und Liquiditätsproblemen zu kämpfen.
Dies ist ein Beispiel dafür, wie anfällig das miteinander verbundene DeFi-Ökosystem sein kann. Probleme bei einem Projekt übertragen sich auf andere vernetzte Systeme, ein sogenannter Domino-Effekt, der auch in der Vergangenheit bereits erhebliche Schäden verursacht hat.
Auffällig ist, dass Cyberkriminelle ihre Methoden erweitern. Neben technischen Hacks werden zunehmend auch physische Drohungen und psychologische Manipulation eingesetzt.
Ein anonymer Händler, bekannt als Sillytuna, verlor angeblich 24 Millionen Dollar, nachdem er durch Gewaltandrohungen unter Druck gesetzt wurde. In einem anderen Fall wurde ein Nutzer der Kryptoplattform Kraken Opfer von Social Engineering, bei dem rund 18 Millionen Dollar erbeutet wurden. Zudem erlitt das Venus Protocol einen Schaden von etwa 2,15 Millionen Dollar durch Exploits.
Insgesamt beliefen sich die Verluste durch Krypto-Hacks im ersten Quartal 2026 auf mehr als 164 Millionen Dollar. Die Bedrohungslage verändert sich sichtbar. Während der Schutz früher primär auf die Sicherung von Konten und privaten Schlüsseln ausgerichtet war, müssen Krypto-Besitzer nun auch Risiken in der physischen Welt in Betracht ziehen.
Insbesondere Besitzer großer Mengen an Kryptowährungen sind ein attraktives Ziel. Sicherheitsexperten betonen, dass sowohl Unternehmen als auch private Anleger ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärfen müssen. Die Zeiten, in denen ein starkes Passwort ausreichte, scheinen endgültig vorbei zu sein.
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