Der Kryptomarkt hat stark ins Jahr gestartet. Dennoch warnt Bitwise, ein großer amerikanischer Crypto-Vermögensverwalter, davor, dass Anleger sich nicht zu früh freuen sollten. Laut CIO Matt Hougan gibt es drei wesentliche Hürden, die der Markt überwinden muss, bevor neue Allzeithochs erwartet werden können. Welche Hindernisse sind das?
Crash von 2025 noch immer spürbar
Die erste Herausforderung besteht laut Hougan im Wiederaufbau des Vertrauens. Am 10. Oktober 2025 erschütterte ein Crash den Markt, bei dem 19 Milliarden Dollar an Kryptopositionen verloren gingen. Dies führte zu Panik über mögliche Zwangsliquidationen bei großen Akteuren.
„Anleger befürchteten, dass große Akteure verkaufen müssten“, so Hougan. „Diese Angst schwebte wie ein Nebel über dem Markt.“ Jetzt, da diese Sorgen nachgelassen haben, gibt es wieder Raum für Erholung.
CLARITY-Gesetz könnte Milliarden an Kapital freisetzen
Die zweite Hürde ist politischer Natur. In den Vereinigten Staaten liegt der sogenannte CLARITY Act vor, ein Gesetzesvorschlag, der klare und landesweite Regelungen für Kryptowährungen schaffen soll. Das Gesetz würde das rechtliche Graubereich beenden, in dem sich viele Krypto-Projekte derzeit befinden.
Laut Hougan ist die Verabschiedung des Gesetzes entscheidend für ein strukturelles Wachstum. „Ohne gesetzliche Verankerung könnte eine neue Regierung die krypto-freundliche Politik untergraben.“ Die Zustimmung zum Gesetz könnte zudem Türen für institutionelle Anleger öffnen und Milliarden an neuem Kapital in den Markt bringen.
Nächste Woche berät der Senat über dieses wichtige Krypto-Gesetz.
Keine Aktienmarkt-Crashs
Die dritte Voraussetzung: Stabilität an den Aktienmärkten. Obwohl Kryptowährungen oft unabhängig von Aktien handeln, kann eine plötzliche Korrektur, wie ein Rückgang von zwanzig Prozent im S&P 500, dennoch Schockwellen auslösen.
„Es muss keine Hausse sein,“ schreibt Hougan. „Aber ein starker Rückgang würde alle risikoreichen Anlagen unter Druck setzen.“
Bitcoin-ETFs und Fed-Politik als unterstützende Faktoren
Hougan hebt außerdem hervor, dass Faktoren wie die Politik der Federal Reserve (Fed), der US-Zentralbank, eine unterstützende Rolle spielen. Eine Zinssenkung oder eine lockere Geldpolitik könnten das Sentiment stärken, sind laut Bitwise jedoch nicht ausschlaggebend.
Er verweist jedoch auf Anzeichen, dass sich der Markt bereits auf eine neue Rallye vorbereitet. So sieht er eine zunehmende institutionelle Akzeptanz, amerikanische Exchange-Traded Funds (ETFs), die mehr Bitcoin (BTC) kaufen, als gemined wird, und eine starke Erholung in den ersten Tagen des Jahres 2026.
Bitwise: Vierjahreszyklen durchbrochen
Bitwise stellte zuvor ebenfalls fest, dass der traditionelle Vierjahreszyklus von Bitcoin ihrer Meinung nach durchbrochen ist. Dieser Zyklus basiert auf einem wiederkehrenden Muster von Kursanstiegen nach einem Halving, gefolgt von Bärenmärkten. Doch laut Bitwise ist dieses festgelegte Muster nicht mehr maßgeblich.
Neue strukturelle Kräfte könnten den Kursverlauf dominieren, wodurch der Markt, sofern die zuvor genannten Bedingungen erfüllt sind, dennoch in Richtung neuer Höhen steigen könnte. Während man, basierend auf der Vergangenheit, ein blutiges Jahr 2026 erwarten würde.
Musk-Konzern SpaceX bewegt Bitcoin: Das steckt dahinter
Zum ersten Mal seit Monaten hat SpaceX Bitcoin transferiert. Die Transaktionen deuten jedoch nicht auf einen Verkauf hin, sondern wirken rein technischer Natur.
Bitcoin Power Law signalisiert seltene Kaufchance: Ist jetzt der Einstieg?
Laut Bitcoin Power Law befindet sich Bitcoin in einer historischen Kaufzone. Das Modell deutet auf Chancen hin, bietet aber keine Garantie für eine Erholung.
Bitcoin: Woran sich der Boden des Bärenmarkts erkennen lässt
Der Bitcoin-Kurs bleibt unter Druck. Die technische Analyse zeigt, welche Marken für einen möglichen neuen Bullmarkt in nächster Zeit entscheidend sind.
Meistgelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
