Die Woche hat stark begonnen: Der Bitcoin-Kurs hat die Marke von 87.000 $ durchbrochen, und möglicherweise folgt schon bald weiteres gutes News. Michael Saylor, Gründer von Strategy, scheint nämlich mit einem augenzwinkernden Post auf X einen neuen Kauf anzudeuten. Auffällig ist dabei das Timing – kurz nach einer frischen Kapitalrunde, bei der das Unternehmen über 700 Millionen US-Dollar eingesammelt hat.
Am Sonntag teilte Saylor ein Bitcoin-Diagramm mit dem Kommentar „needs more orange“ – ein typischer Hinweis auf Bitcoin. Der Zeitpunkt wirkt nicht zufällig, denn am Montag öffnen die Märkte wieder. Das ist traditionell genau der Moment, an dem MicroStrategy neue Bitcoin-Käufe bekannt gibt.
Kleiner Kauf nach langer Serie
Der letzte Bitcoin-Kauf von Strategy datiert vom 17. März. Damals erwarb das Unternehmen 130 Bitcoin für rund 10,7 Millionen US-Dollar. Das war einer der kleinsten Käufe in der Geschichte des Unternehmens und folgte auf eine kurze Pause von zwei Wochen. Dennoch bleibt das Gesamtvolumen beeindruckend: Strategy besitzt inzwischen 499.226 Bitcoin und ist damit mit Abstand das größte börsennotierte Bitcoin-Unternehmen der Welt.
Zwischen November 2024 und Januar 2025 kaufte Strategy zwölf Wochen in Folge Bitcoin. Seither scheint das Unternehmen eine stärker gestaffelte Strategie zu verfolgen – möglicherweise, um den Markt nicht zu stark zu beeinflussen.
Am 21. März gab das Unternehmen bekannt, dass es durch eine neue Emission von Vorzugsaktien rund 711 Millionen US-Dollar einnehmen will. Die Aktien wurden zu einem Preis von 85 US-Dollar pro Stück verkauft und bringen eine Kuponrendite von 10 Prozent.
Mit diesem frischen Kapital in der Tasche scheint der nächste Kauf nur eine Frage der Zeit zu sein. Saylor hat in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, dass er verfügbare Mittel schnell in Bitcoin umwandelt. Das entspricht seiner Überzeugung, dass Bitcoin in Zeiten anhaltender monetärer Expansion das ultimative Wertaufbewahrungsmittel ist.
Appell an die Regierung
In seiner jüngsten Rede auf dem Blockworks Digital Asset Summit ging Saylor noch einen Schritt weiter. Er forderte die US-Regierung auf, bis 2035 rund 25 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots zu besitzen. Dies sei laut ihm entscheidend, um in einer zunehmend Bitcoin-dominierten Welt geopolitischen Einfluss zu wahren.
In seinem Vorschlag für einen nationalen Strategieplan plädiert er für klare gesetzliche Regelungen rund um Kryptowährungen sowie eine aktive Kaufpolitik der Regierung. Dabei argumentiert er, dass Bitcoin der einzige Rohstoff sei, der dauerhaft besser performt als der S&P 500-Index.
Trotz Marktschwankungen weist Strategy weiterhin einen noch nicht realisierten Gewinn von über 9,3 Milliarden US-Dollar aus – ein Plus von 28 Prozent auf die gesamte Investition.
Alle Zeichen deuten darauf hin, dass der nächste Kauf nicht mehr lange auf sich warten lässt. Sollte der Kurs weiter steigen, könnte die magische Grenze von einer halben Million Bitcoin bereits in wenigen Tagen überschritten werden.
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