Der Bitcoin-Kurs ist in der Nacht zum Samstag um etwa 2 Prozent gesunken, nachdem Vizepräsident JD Vance bekannt gab, dass die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Islamabad gescheitert sind.

Beide Parteien konnten keine Einigung über eine Verlängerung des Waffenstillstands erzielen. Bitcoin fiel auf etwa 71.600 Dollar, Ethereum sank auf 2.200 Dollar und XRP rutschte auf 1,33 Dollar ab.

„Unsere Bedingungen wurden nicht akzeptiert“

Vance zeigte sich nach den Gesprächsrunden deutlich: Die USA haben kein Abkommen erreicht, erklärte er auf einer Pressekonferenz in Islamabad. Er fügte hinzu, dass die Amerikaner ihre roten Linien klar definiert hätten und auch, wo sie bereit wären, auf den Iran zuzugehen.

Das Hauptproblem war laut Vance das Atomprogramm. Die USA fordern, dass der Iran keine Atomwaffen anstrebt und auch nicht die Mittel entwickelt, um schnell eins bauen zu können. Diese Bedingung lehnte der Iran ab.

Iran spricht von umfassenden Gesprächen

Die iranische Reaktion fiel moderater aus. Ein Sprecher des Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, schrieb auf X, dass in den letzten 24 Stunden zahlreiche Botschaften ausgetauscht wurden und über alle wichtigen Themen gesprochen wurde: die Straße von Hormus, das Atomprogramm, Kriegsentschädigungen, Aufhebung von Sanktionen und ein vollständiges Kriegsende.

Iran stellte es nicht als Scheitern dar, sondern als fortlaufenden Prozess. Die Frage ist, ob dies diplomatisches Geplänkel ist oder ob tatsächlich Raum für weitere Gespräche bleibt.

Kryptomarkt reagiert umgehend

Der Markt reagierte direkt nach Vances Pressekonferenz. Neben Bitcoin, Ethereum und XRP fiel auch der breitere Kryptomarkt um fast 2 Prozent.

Die Reaktion passt in das Muster der letzten Wochen. Jede positive Entwicklung im Konflikt treibt die Kurse nach oben, jede Rückschlag drückt sie wieder nach unten. Der Kryptomarkt bewegt sich im Takt der Geopolitik.

Wie geht es weiter?

Der zweiwöchige Waffenstillstand läuft noch, doch ohne Einigung über eine Verlängerung wird die Frist immer drängender. Wenn das Abkommen endet und keine neue Vereinbarung getroffen wird, droht eine Rückkehr zu aktiven Feindseligkeiten. Die Straße von Hormus bleibt größtenteils blockiert und die jüngst entdeckten Minen machen eine schnelle Wiedereröffnung ohnehin unwahrscheinlich.

Für die Märkte beginnt der Montag mit derselben Unsicherheit, die in den letzten Wochen bestimmend war. Die Verhandlungen sind nicht endgültig gescheitert, aber sie haben auch keine Ergebnisse gebracht. In einem Markt, der täglich angespannt ist, reicht das aus, um die Kurse zu belasten.

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