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Die vergangenen 24 Stunden waren bei Bitcoin (BTC) volatil und sorgten sowohl bei optimistischen als auch bei pessimistischen Händlern für Panik. Der Kurs schoss kurzzeitig nach oben, gab anschließend jedoch sämtliche Gewinne wieder ab. Unterdessen wurden Hunderte Millionen Dollar liquidiert. Was genau ist passiert?
Der Bitcoin-Kurs stieg gestern Abend um 5,6 Prozent auf einen Höchststand von 113.800 Dollar. Doch wer glaubte, dies sei der Auftakt zu einer neuen Rally, wurde enttäuscht. Binnen weniger Stunden gab BTC seine gesamten Gewinne wieder ab und fiel zurück auf rund 108.000 Dollar.
Diese volatile Bewegung sorgte für Chaos am Markt. Händler mit gehebelten Positionen wurden reihenweise liquidiert – unabhängig davon, ob sie auf steigende oder fallende Preise setzten.
Laut Daten der Analyseplattform CoinGlass wurden in den vergangenen 24 Stunden gehebelte Positionen im Wert von über 654 Millionen Dollar liquidiert. Davon entfielen 354 Millionen Dollar auf Long-Positionen (Wetten auf steigende Kurse) und 300 Millionen Dollar auf Short-Positionen (Spekulationen auf fallende Kurse).
Bei Bitcoin wurde am meisten spekuliert – insgesamt gab es Liquidationen von über 280 Millionen Dollar. Dabei traf es vor allem die Bären: Es wurden Short-Positionen im Wert von mehr als 152 Millionen Dollar geschlossen. Bei Ethereum (ETH) zeigte sich hingegen das umgekehrte Bild. Dort wurden insgesamt 166 Millionen Dollar liquidiert, wobei der Großteil – mehr als 92 Millionen Dollar – Long-Positionen betraf.
Die Ursache der plötzlichen Kursbewegung liegt offenbar teilweise in der angespannten Erwartung rund um die Inflationszahlen (CPI) aus den Vereinigten Staaten. Diese werden am kommenden Freitag veröffentlicht.
Den Prognosen zufolge dürfte die US-Inflation für September bei 3,1 Prozent liegen. Das würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die Federal Reserve (Fed) nächste Woche beschließt, den Leitzins um 25 Basispunkte zu senken – auf eine Spanne von 3,75 bis 4 Prozent. Am Terminmarkt taxieren Händler diese Wahrscheinlichkeit derzeit auf stolze 96,7 Prozent. Niedrigere Zinsen bedeuten in der Regel ein günstigeres Umfeld für risikoreiche Anlagen wie Bitcoin.
Zudem verzeichnete Gold die größte Korrektur seit zwölf Jahren, mit einem Rückgang von mehr als sechs Prozent an nur einem Tag. Dieser Rücksetzer folgte auf eine beeindruckende Rally, in deren Verlauf das Edelmetall seit Jahresbeginn um 63 Prozent zugelegt hatte. Immer mehr Händler scheinen nun jedoch zu spekulieren auf eine Rotation von Gold zu seinem digitalen Gegenstück, was die Volatilität am Markt erhöht.
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