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Der Bitcoin-Kurs ist heute erneut unter 63.000 Dollar gefallen, obwohl die Finanzmärkte positiv auf neue diplomatische Gespräche zwischen den USA und Iran reagierten.
Normalerweise erhöhen ein sinkender Ölpreis und niedrigere Zinsen die Risikobereitschaft der Anleger. Der Kryptomarkt konnte davon diesmal jedoch kaum profitieren.
Bitcoin fiel von einem Hoch bei 63.600 Dollar am Sonntag auf rund 62.500 Dollar zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Damit notiert die größte Kryptowährung etwa 1,4 Prozent niedriger als am Vortag und 4,1 Prozent unter dem Stand von vor einer Woche.
Auch der übrige Kryptomarkt stand unter Druck. Ethereum (ETH) verlor 1,6 Prozent und fiel auf 1.840 Dollar. Der Coin notiert damit bereits seit mehreren Tagen unter der Marke von 1.900 Dollar. XRP gab um 1,5 Prozent nach, Solana (SOL) verlor 1,3 Prozent.
An den traditionellen Finanzmärkten war die Stimmung dagegen positiv. Der Ölpreis sank deutlich, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, einen geplanten Angriff auf Iran abzusagen und die Verhandlungen mit Teheran wieder aufzunehmen.
Dadurch gingen auch die Inflationssorgen zurück. Anleger griffen stärker zu US-Staatsanleihen, wodurch die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen um vier Basispunkte auf 4,69 Prozent sank. Gleichzeitig legten die Futures auf den Nasdaq 100 und die europäischen Aktienmärkte um rund 0,8 Prozent zu.
Unter normalen Umständen gilt eine solche Kombination aus niedrigeren Ölpreisen, fallenden Zinsen und steigenden Aktienmärkten als günstiges Umfeld für Risikoanlagen wie Kryptowährungen. Diesmal blieb die positive Reaktion jedoch aus.
Die Stimmung in der Kryptobranche wird zudem weiterhin von dem groß angelegten Hack von Coldcard belastet, einer beliebten Bitcoin-Hardware-Wallet. Durch eine Schwachstelle in der Software konnten Angreifer die Seed Phrases von Tausenden Wallets rekonstruieren und die Guthaben abziehen.
Am vergangenen Wochenende entdeckten Forscher zudem eine dritte Angriffswelle, bei der erneut Bitcoin im Wert von mehreren Dutzend Millionen Dollar erbeutet wurden.
Insgesamt sind inzwischen 1.367 Bitcoin aus 4.585 Wallets verschwunden. Beim aktuellen Bitcoin-Kurs entspricht das einem Wert von knapp 89 Millionen Dollar. Zwar gibt es keinen direkten Beleg dafür, dass der Hack für den jüngsten Kursrückgang verantwortlich ist. Der Vorfall bindet jedoch weiterhin die Aufmerksamkeit der Anleger und zeigt, dass selbst Hardware-Wallets nicht vollständig gegen Sicherheitsrisiken immun sind.
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