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Der Bitcoin-Kurs steht unter Druck bei rund 87.000 Dollar. Analysten warnen vor einem möglichen Absturz auf 10.000 Dollar. Gleichzeitig bauen Händler massenhaft Positionen auf, die auf weitere Rückgänge hindeuten. Das bringt auch Altcoins wie Ethereum (ETH), Cardano (ADA) und XRP in Gefahr.
Trotz eines kurzen Anstiegs auf 90.000 Dollar wird Bitcoin (BTC) wieder unter 87.000 Dollar gehandelt. Laut Daten von Derive.xyz ist die Stimmung auf dem Derivatemarkt überwiegend negativ. Es gibt einen starken Anstieg von Put-Optionen auf dem Niveau von 85.000 Dollar. Das deutet darauf hin, dass sich viele Händler auf weitere Kursrückgänge gegen Ende des Jahres vorbereiten.

Auch die implizite Volatilität nimmt zu und steigt auf etwa 45 Prozent. Der Skew, ein Maß für Markterwartungen, bleibt deutlich negativ, was auf eine Nachfrage nach Absicherung gegen Preisrückgänge hinweist. „Das Aufwärtsmomentum, das Ende November aufgebaut wurde, ist verschwunden“, sagt Marktanalyst Alex Kuptsikevich von FxPro. „Der Markt verhält sich nun eher wie während des starken Rückgangs im Oktober.“
Einige Analysten blicken über die kurzfristigen Entwicklungen hinaus. Mike McGlone von Bloomberg Intelligence meint, dass der frühere Anstieg über 100.000 Dollar möglicherweise der Beginn einer Abwärtskorrektur war. Er nennt sogar ein Szenario, in dem Bitcoin bis 2026 auf 10.000 Dollar fällt.
„Solche Phasen extremer Vermögenszuwächse werden oft von scharfen Korrekturen gefolgt“, sagt McGlone. „Eine neue wirtschaftliche Rezession könnte vor allem digitale Assets mit geringer Knappheit hart treffen.“ Trotz dieser Warnung ist Bitcoin im Jahr 2025 bisher nur um fünf Prozent gefallen. Dennoch weisen andere Daten auf eine Schwäche hin. Laut Glassnode haben Langzeitinvestoren seit Juli über 500.000 BTC verkauft. Auch zeigen Daten von CryptoQuant, dass kurzfristige Halter schon seit Wochen Verluste erleiden.
Ethereum (ETH) zeigt ein gemischteres Bild. Auch hier gibt es Nachfrage nach Absicherung gegen einen Rückgang, insbesondere auf dem Niveau von 2.500 Dollar. Dennoch sind die langfristigen Erwartungen etwas stabiler als bei Bitcoin. Der Markt bleibt jedoch nervös.
Die steigenden geopolitischen Spannungen, der hohe Einsatz von Hebelwirkung und das bevorstehende Auslaufen von Optionskontrakten am 26. Dezember könnten für zusätzliche Preisbewegungen sorgen. Besonders für Altcoins wie Cardano (ADA) und XRP, die historisch stark mit Bitcoin korrelieren, sind das Risikofaktoren, die berücksichtigt werden sollten.
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