In den vergangenen Wochen haben massive Fondsverschiebungen im Netzwerk von Pump.fun für Unruhe unter Nutzern und Analysten gesorgt. Das Projekt hinter dem beliebten Solana-SOL-Memecoin-Launchpad sieht sich nun gezwungen, eine Erklärung für mehr als 436 Millionen US-Dollar an verschobenen USDC zu liefern. Doch die Stellungnahme wirft die Frage auf, ob die Sorgen damit tatsächlich ausgeräumt sind.
Sapijiju spricht von Fehlinformationen
Die Aufregung begann, nachdem das Blockchain-Analyseunternehmen Lookonchain meldete, dass Wallets, die mit Pump.fun in Verbindung gebracht werden, seit Mitte Oktober große Mengen USDC an die Börse Kraken transferiert haben. Viele Nutzer werteten diese Transaktionen als mögliches Cash-out-Signal.
Mitgründer Sapijiju reagierte auf X auf die Unruhe. Er bezeichnet die Berichte als „völlige Fehlinformationen“ und betont, dass es überhaupt keinen Verkauf gegeben habe. Seinen Angaben nach stamme der USDC aus der Pump ICO – dem ersten Verkaufszeitpunkt des Tokens, mit dem das Projekt Kapital einsammelte. Die Verschiebungen seien lediglich Teil eines internen Treasury-Managements, bei dem Pump.fun seine Finanzmittel umschichtet. „Pump hat nie direkt mit Circle zusammengearbeitet“, so Sapijiju.
Beim Treasury-Management werden Mittel wie Betriebskapital oder Erlöse aus etwa der ICO auf verschiedene interne Wallets verteilt. Das muss nicht zwangsläufig auf Verkäufe hindeuten. Zweifel kamen jedoch auf, weil die Gelder ausgerechnet zu einer Börse verschoben wurden – einem Ort, an dem Verkäufe üblicherweise stattfinden.
Einnahmen von Pump.fun brechen deutlich ein
Auch das Timing spielt nach Ansicht von Analysten eine Rolle. Die monatlichen Einnahmen von Pump.fun fielen im November auf 27,3 Millionen US-Dollar – deutlich weniger als die zuvor üblichen 40 Millionen. Gleichzeitig verblieben laut Daten unter anderem von DefiLlama und Arkham weiterhin rund 855 Millionen US-Dollar in Stablecoins in einer großen Pump.fun-Wallet, zusätzlich zu 211 Millionen US-Dollar in Solana.
In der Community sorgt die Erklärung für gespaltene Reaktionen. Einige Nutzer stellen Sapijijus Aussagen infrage. Einerseits gibt der Mitgründer an, an den Transfers nicht beteiligt gewesen zu sein, andererseits spricht er von Treasury-Management. Andere wiederum betonen, dass ein Unternehmen frei entscheiden können muss, wie es sein eigenes Kapital verwaltet. Zudem seien große USDC-Verschiebungen nach einer ICO nichts Ungewöhnliches.
Unterdessen gerät der PUMP Kurs unter Druck. Die Coin notiert bei rund 0,002727 US-Dollar. Das entspricht zwar einem Plus von 6 Prozent in den vergangenen 24 Stunden, liegt aber immer noch mehr als 30 Prozent unter dem ICO-Preis. Im Mittelpunkt steht damit weiter die Frage, ob es sich bei den jüngsten Bewegungen lediglich um internes Management handelt – oder ob sie ein Signal für weitere Verkäufe sein könnten.
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