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Asiatische Technologiewerte legten am Mittwoch kräftig zu, nachdem Wall Street am Dienstag erneut Rekorde markiert hatte. Getrieben wurde der Anstieg von zwei Faktoren: starken Quartalszahlen und sinkenden Ölpreisen. Vor allem die Hoffnung auf eine baldige Wiederöffnung der Straße von Hormus stärkte das Vertrauen der Anleger.
Damit kehrte die Risikobereitschaft zurück. In Japan stieg SoftBank um mehr als 10 Prozent. Die Aktie zählte damit zu den größten Gewinnern in Asien. Auch der Chipausrüster Tokyo Electron gewann 3,64 Prozent, während Advantest um 7 Prozent zulegte. Der Speicherhersteller Kioxia rückte um 6,34 Prozent vor.

Auch Südkorea schloss sich der Rally an. SK Hynix stieg um 6,9 Prozent, Samsung Electronics gewann mehr als 4 Prozent. Seoul Semiconductor legte sogar um 7,6 Prozent zu. Die Erholung ist bemerkenswert, weil der südkoreanische Markt in den vergangenen Tagen extrem volatil war. Chipwerte schwankten zwischen starken Verlusten, Rekordgewinnen und erneuten Rücksetzern.
Der Grund bleibt derselbe. Südkorea zählt dank Samsung und SK Hynix zu den wichtigsten Märkten der weltweiten KI-Infrastruktur. Sobald Anleger wieder Vertrauen in KI-Ausgaben fassen, entsteht unmittelbar Nachfrage nach diesen Aktien.

Wenn der Markt jedoch an Bewertungen, Investitionsausgaben oder der Konkurrenz aus China zweifelt, kippt die Stimmung ebenso schnell wieder.
SoftBank profitiert vor allem vom Optimismus rund um Arm Holdings. Arm, an dem SoftBank eine Mehrheitsbeteiligung hält, legte in den USA nach positiven Erwartungen zu Erlösen im Geschäft mit KI-Rechenzentren und Plänen für die Entwicklung neuer CPUs zu.

Damit gilt SoftBank erneut als breiteres KI-Investment. Das Unternehmen reagiert nicht nur auf die Marktbedingungen in Japan, sondern auch darauf, ob Anleger weltweit weiterhin bereit sind, hohe Bewertungen für KI-Infrastruktur zu zahlen.
Die asiatische Rally begann an Wall Street. Der S&P 500 und der Dow Jones schlossen am Dienstag auf neuen Rekordständen. Der Nasdaq Composite stieg um 2,59 Prozent auf 26.584,99 Punkte, gestützt von starken Technologiewerten. Palantir sprang nach beeindruckenden Quartalszahlen um mehr als 29 Prozent nach oben.
Hinzu kam der Rückgang des Ölpreises. US-Finanzminister Scott Bessent sagte, Washington und Teheran könnten möglicherweise binnen weniger Tage eine Einigung über die Wiederöffnung der Straße von Hormus erzielen. Das würde einen Teil der geopolitischen Risikoprämie aus dem Ölpreis nehmen.
Für Aktien ist das wichtig. Niedrigere Ölpreise bedeuten weniger Inflationsdruck, geringere Zinssorgen und mehr Spielraum für Wachstumswerte.
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