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Die Rally der SK-Hynix-Aktie sorgte nicht nur an der Börse in Seoul für Erleichterung, sondern brachte auch einem großen Marktteilnehmer eine spektakuläre Wende.

Nach Angaben der On-Chain-Analyseplattform Lookonchain eröffnete ein Whale am 29. Juli eine dreifach gehebelte Long-Position auf 37.229 Einheiten SKHX. Dabei handelt es sich nicht um eine gewöhnliche SK-Hynix-Aktie, sondern um einen Perpetual-Kontrakt auf Hyperliquid, der den Kurs von SK Hynix abbildet.
Die Position hatte einen Wert von rund 37,3 Millionen Dollar. Zunächst schien der Trade aufzugehen. Der Händler lag zeitweise mit 778.000 Dollar im Plus. Dann drehte der Markt jedoch deutlich nach unten.
Innerhalb eines Tages wurde daraus ein unrealisierter Verlust von 2,26 Millionen Dollar.
Das Timing wirkte verheerend. SK Hynix stand wegen der breiten Verkaufswelle bei KI-Infrastrukturwerten, Bewertungszweifeln und Sorgen über die Tragfähigkeit der KI-Investitionen unter Druck.
Hinzu kam, dass dieser Händler laut Lookonchain bereits bei den drei vorherigen Trades jeweils mehr als 1 Million Dollar verloren hatte.
Es sah also erneut nach einem Fehlschlag aus. Doch dann drehte der Markt. Nach starken Quartalszahlen von SK Hynix und später auch soliden Ergebnissen von Microsoft und Amazon kehrte das Vertrauen in die KI-Wertschöpfungskette in kurzer Zeit zurück.
Der Wert der Position stieg auf rund 43 Millionen Dollar. Aus dem vorherigen Verlust wurde damit ein Gewinn von 6,44 Millionen Dollar.
SK Hynix meldete für das zweite Quartal einen Rekordgewinn, gestützt durch eine starke Nachfrage nach HBM4-Speicher für KI-Anwendungen. Dennoch reagierte der Kurs zunächst sprunghaft.
Anleger mussten die starken Zahlen gegen einen breiteren Einbruch südkoreanischer Aktien, Sorgen über chinesische Konkurrenz und Zweifel an KI-Hardware abwägen. Deshalb geriet der Kurs zunächst deutlich unter Druck.
Am 31. Juli kippte die Stimmung jedoch vollständig. SK Hynix sprang an der koreanischen Börse um knapp 29 Prozent auf 1.700.000 Won. Es war einer der stärksten Handelstage seit Jahren.
Verstärkt wurde die Wende durch starke Zahlen von Amazon und Microsoft, die zeigten, dass die Nachfrage nach Cloud- und KI-Infrastruktur vorerst robust bleibt. Auch ein seltener direkter Aktienkauf durch SK-Group-Chef Chey Tae-won sorgte für zusätzliches Vertrauen.
Dieser Trade zeigt vor allem, wie riskant gehebelte Produkte sein können. Bei einem Hebel von 3x kann schon eine vergleichsweise kleine Bewegung des zugrunde liegenden Aktienkurses zu erheblichen Gewinnen oder Verlusten führen. In diesem Fall wurde aus einem Millionenverlust ein Millionengewinn.
Es hätte jedoch auch anders ausgehen können. Zuvor war am selben SKHX-Markt bereits eine Liquidation über 57 Millionen Dollar erfolgt. Das zeigt, wie gering der Spielraum für Fehler geworden ist.
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