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Der Herausgeber der beliebten Stablecoin USD Coin (USDC) steht nach neuen Anschuldigungen des Krypto-Forschers ZachXBT unter Druck.
Seinen Ausführungen zufolge hat Circle seit 2022 wiederholt versäumt, bei verdächtigen Transaktionen einzugreifen, trotz eindeutiger Anzeichen für Missbrauch. Es geht um Hunderte Millionen Dollar potenziell illegaler Geldflüsse, die die zentrale Rolle von USDC erneut infrage stellen.
Die Kritik folgt auf einen großen Hack des DeFi-Plattform Drift Protocol Anfang April 2026. Dabei wurden Hunderte Millionen Dollar gestohlen. Der Angreifer konnte in kurzer Zeit erhebliche Mengen USDC über Circle’s eigene Brückentechnologie vom Solana-Netzwerk zu Ethereum transferieren.
Laut ZachXBT erfolgte dies in über hundert Transaktionen innerhalb von sechs Stunden. In dieser Zeit hätte Circle die Möglichkeit gehabt, die Gelder einzufrieren, was jedoch nicht geschah. Das ist bemerkenswert, da USDC als zentralisierte Stablecoin genau über diese Befugnis verfügt.
Der Angriff wird zudem nordkoreanischen Hackern zugeschrieben, was die Ernsthaftigkeit der Lage weiter verstärkt. Trotz dieser Hinweise blieb eine Reaktion von Circle aus, was innerhalb der Kryptobranche zu Frustration führt.
Der Drift-Hack ist laut dem Forscher kein Einzelfall. In seiner Analyse nennt er mehrere Fälle, in denen Circle bei verdächtigen Aktivitäten nicht eingriff.
So wurde im Januar 2026 ein weiteres Plattform-Exploit gemeldet, bei dem Millionen Dollar an USDC betroffen waren. Die gestohlenen Gelder blieben tagelang auf einer bekannten Wallet unberührt, obwohl sowohl Strafverfolgungsbehörden als auch Sicherheitsexperten zum Handeln aufforderten. Auch ein Gerichtsbeschluss blieb letztlich ohne Wirkung.
ZachXBT zufolge handelt es sich insgesamt um über vierhundert Millionen Dollar potenzielle Compliance-Fehler seit 2022. Das wirft Fragen über die Wirksamkeit der Aufsicht bei einem der größten Stablecoin-Herausgeber der Welt auf.
USDC wird oft als eine sichere und regulierte Stablecoin dargestellt, mit strikter Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften. Circle betont selbst, dass es verdächtige Konten blockieren und Gelder einfrieren kann, wenn nötig.
Gerade deshalb sorgt dieser Fall für Unruhe. Wenn eine Partei mit solchen Befugnissen bei klaren Missbrauchszeichen nicht handelt, gerät das Vertrauen in das System unter Druck.
Innerhalb der Kryptoszene entflammt daher erneut die Diskussion über die Rolle zentralisierter Akteure. Während Dezentralisierung die Abhängigkeit verringern soll, bleiben Stablecoins wie USDC stark von zentralen Entscheidungen abhängig.
Der Ruf nach Transparenz und schnellerem Handeln von Akteuren wie Circle wird immer lauter, insbesondere da es um Beträge geht, die den Umfang früherer Vorfälle übersteigen.
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