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Der Kryptomarkt läuft auf Hochtouren – auch Donald Trump trägt dazu bei. Der US-Präsident empfing gestern im Weißen Haus Vertreter der Kryptobranche und machte dabei eine bemerkenswerte Aussage. Die Vereinigten Staaten prüften, „erhebliche“ Mengen Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen zu kaufen.

Trump sagt, was Bitcoin-Anhänger hören wollen

Trump sprach bei einem Krypto-Gipfel im Weißen Haus mit Aufsehern und Spitzenmanagern der Branche. Ein Teilnehmer wollte wissen, ob seine Regierung plane, größere Bitcoin-Bestände aufzubauen.

„Darüber haben wir gesprochen. Ich würde mich dabei wohl auf Paul und die gesamte Runde verlassen. Er trifft eine Entscheidung, Sie treffen eine Entscheidung und informieren mich dann“, antwortete Trump.

„Das hat den Dollar deutlich entlastet und ihm sehr, sehr gutgetan. Wenn Sie Empfehlungen vorlegen, höre ich sie mir sicher an.“

Mit Paul meinte er Paul Atkins, den Vorsitzenden der Securities and Exchange Commission (SEC). Atkins gehört der Krypto-Arbeitsgruppe an, die Trump drei Tage nach seiner Vereidigung eingerichtet hatte.

Diese Gruppe legte 2025 eine Empfehlung vor: Das Finanzministerium soll die Reserve verwalten und prüfen, wie sich zusätzliche Bitcoin kaufen lassen, ohne die Steuerzahler zu belasten.

Trump richtete gestern außerdem einen Appell an den Kongress, den CLARITY Act zu verabschieden. Das Kryptogesetz soll dem US-Sektor endgültig Rechtssicherheit verschaffen. Trump erklärte, Amerika werde bei Bitcoin und Krypto die „unangefochtene Führungsrolle“ behalten. Zudem sagte er, er habe den „Krieg gegen Krypto endgültig beendet“.

Er sorgte sogar dafür, dass der Token Hyperliquid (HYPE) um 17 Prozent an Wert zulegte. Trump deutete an, dass US-Aufseher an einem rechtlichen Rahmen für die beliebte dezentrale Handelsplattform arbeiten.

Bitcoin ist selbst um mehr als 10 Prozent gestiegen und steht nun erstmals seit dem 2. Juni bei 71.000 Dollar. Der Kursanstieg setzte nach der Ankündigung ein, dass das US-Finanzministerium mehr langlaufende Staatsanleihen kaufen will. Liquidationen von Short-Positionen in Milliardenhöhe beschleunigten die Bewegung.

Bitcoin-Reserve kommt seit 2025 nicht voran

Trump unterzeichnete im März 2025 das Dekret für die strategische Bitcoin-Reserve. In die Reserve fließen ausschließlich Bitcoin, die der Staat durch Einziehungen erhalten hat – also Vermögenswerte, die in Strafverfahren beschlagnahmt wurden.

Silk Road, der Hack der Börse Bitfinex und die Ermittlungen gegen die Prince Group brachten zusammen 328.372 Bitcoin ein. Das entspricht rund 1,5 Prozent des gesamten Bestands.

Dasselbe Dekret beauftragte das Finanz- und Handelsministerium bereits damit, budgetneutrale Strategien für den Kauf zusätzlicher Bitcoin zu entwickeln – also ohne Kosten für die Steuerzahler.

Eineinhalb Jahre später ist daraus noch immer nichts geworden. Gestern kam das Thema zudem erstmals seit langer Zeit wieder zur Sprache.

Im März 2025 sagte Trump außerdem, es werde eine Reserve mit anderen Coins wie XRP, Solana und Cardano geben. Die Kurse schossen damals in die Höhe, am Ende stellte sich jedoch heraus, dass es lediglich Beispiele waren.

Auf den öffentlich einsehbaren Adressen des Staates befand sich damals laut Blockchain-Analysehaus Arkham kein einziger XRP, Solana oder Cardano. Eineinhalb Jahre später sind sie dort noch immer nicht zu finden. Ethereum (ETH) ist mit einem Wert von 39 Millionen Dollar die größte Altcoin-Position.

Worte bewegen Kurse, doch konkrete Schritte stehen weiter aus. Sollte Washington tatsächlich Bitcoin für die eigene Staatskasse kaufen, könnten andere Länder folgen. Oft reicht ein erster Schritt, damit weitere Akteure nachziehen.

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