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Solana (SOL) erhält ein neues System, das die Abwicklung von Transaktionen wettbewerbsintensiver und womöglich lukrativer machen soll. Das junge Infrastrukturunternehmen Flowra führt eine Auktion ein, bei der spezialisierte Handelsfirmen gegeneinander bieten können, um Transaktionen in Solana-Blöcken unterzubringen.
Davon könnten vor allem Validatoren profitieren, also jene Akteure, die das Netzwerk betreiben und Transaktionen verarbeiten. Ein erster Test brachte Flowra zufolge pro Block mehr als 20 Prozent zusätzliche Aktivität. Die Ergebnisse sind bemerkenswert, aber noch sehr vorläufig. Bislang testete das Unternehmen das System nur bei einem einzigen Validator.
Um die Änderung durch Flowra einzuordnen, lohnt ein Blick auf die Funktionsweise von Solana. Validatoren prüfen Transaktionen und erzeugen neue Blöcke, in die diese Transaktionen aufgenommen werden. Rund um diesen Prozess lassen sich zusätzliche Erlöse erzielen, wenn gezielt entschieden wird, welche Transaktionen verarbeitet werden und in welcher Reihenfolge.
Diese Zusatzerträge werden als Maximal Extractable Value (MEV) bezeichnet.
Flowra will mit seiner Open Orderflow Auction mehr Akteure um diese Transaktionsströme konkurrieren lassen. Spezialisierte Handelsfirmen können gegeneinander bieten, um bestimmte Transaktionen in einen Block zu bringen.
Die Idee dahinter: Mehr Wettbewerb soll zu höheren Geboten führen, sodass am Ende ein größerer Teil der Erlöse bei den Solana-Validatoren landet. Flowra will damit eine Alternative zu geschlossenen Systemen schaffen, in denen nur wenige Akteure Zugang zu bestimmten Transaktionsströmen haben.
Der erste Praxistest fiel Flowra zufolge positiv aus. Bei einem Solana-Validator stieg die Zahl der genutzten Recheneinheiten pro Block um 20,6 Prozent. Das deutet darauf hin, dass die erzeugten Blöcke mehr Aktivität verarbeiteten.
Auch die Einnahmen pro erzeugtem Block sollen höher gewesen sein als bei vergleichbarer Validatorsoftware. Zudem meldet Flowra, dass das System nahezu ohne Unterbrechungen lief.
Diese Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten. Sie stammen von Flowra selbst, zudem wurde der Test nur bei einem Validator durchgeführt. Erst wenn weitere Akteure das System einsetzen, wird sich zeigen, ob die höhere Aktivität und die höheren Einnahmen dauerhaft Bestand haben.
Flowra richtet sich zudem ausdrücklich an institutionelle Akteure. Validatoren erhalten die Möglichkeit, eigene Bedingungen für die Transaktionen festzulegen, die sie verarbeiten.
Das kann etwa für Finanzinstitute relevant sein, die Sanktionen und andere regulatorische Vorgaben beachten müssen. Dafür arbeitet Flowra mit dem Compliance-Unternehmen Honeypot zusammen.
Für seinen Ansatz hat sich das Unternehmen an Ethereum orientiert, wo bereits seit Längerem verschiedene Akteure um die Zusammenstellung von Blöcken konkurrieren.
Das neue System steht inzwischen Solana-Validatoren und spezialisierten Handelsfirmen zur Verfügung. Flowra versucht nun, weitere institutionelle Validatoren anzubinden. Gelingt das, dürfte sich zeigen, ob das neue Auktionssystem tatsächlich dauerhaft höhere Einnahmen ermöglicht.
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