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Auf den dezentralen Börsen von Solana (SOL) wurden Mitte September innerhalb einer Woche mehr Trades ausgeführt als an der New York Stock Exchange (NYSE). Erstmals überholte der DEX-Markt von Solana damit die größte Aktienbörse der Welt bei der Zahl der Transaktionen. Angetrieben wurde die Entwicklung vor allem von Memecoins und Stablecoins.

Die Zahl der Trades erzählt allerdings nur die halbe Geschichte.

Solana-DEX überholt Wall Street

In der Woche bis zum 13. September verzeichnete das Solana-Netzwerk rund 208 Millionen Trades auf dezentralen Börsen (DEX). Die NYSE kam im selben Zeitraum auf etwa 190 Millionen.

Eine DEX ist eine Handelsplattform, auf der Nutzer Token direkt tauschen, ohne Bank oder Börse als Zwischeninstanz. Die Abwicklung übernimmt Software automatisch.

Den größten Anteil hatten Stablecoins und Memecoins. Handelspaare aus SOL und einem Stablecoin standen für 44,8 Prozent des Volumens. Memecoins kamen auf 27,2 Prozent.

Die Memecoin-Plattform Pump.fun, auf der sich in kurzer Zeit eigene Coins erstellen lassen, führte die Rangliste mit mehr als 14,3 Millionen Trades an. Der Aggregator Jupiter, der über mehrere DEX hinweg den besten Preis sucht, wickelte im September bereits mehr als 80 Millionen Trades ab. Das sind 38 Prozent mehr als im August.

Gleichzeitig wächst die Grundlage für weiteren Handel. Der Bestand an Stablecoins auf Solana erreichte am 22. September mit 16,5 Milliarden Dollar einen Rekordwert. Innerhalb einer Woche kamen mehr als 6 Prozent hinzu, fast 1 Milliarde Dollar.

Hinzu kommt, dass mehr Anleger Aktien über Solana-DEX kaufen. Nach Daten von Blockworks zählt das Netzwerk inzwischen 973.000 Halter tokenisierter Aktien. Das sind knapp 60 Prozent mehr als im August.

Kleine Beträge hinter der hohen Aktivität

Das klingt nach einem historischen Erfolg. Entscheidend ist jedoch: Es geht ausschließlich um die Zahl der Transaktionen, nicht um das gehandelte Kapital.

Auf den Solana-Börsen wurden in dieser Woche rund 2,67 Milliarden Dollar umgesetzt. Bei 208 Millionen Trades entspricht das weniger als 13 Dollar je Transaktion.

Die NYSE spielt in einer anderen Liga. Dort lag der Umsatz im Juli laut BestBrokers im Schnitt bei rund 80,8 Milliarden Dollar pro Handelstag, also bei mehr als 400 Milliarden Dollar pro Woche.

Verteilt auf 190 Millionen Trades ergibt das etwa 2.100 Dollar je Transaktion. Ein durchschnittlicher NYSE-Trade ist damit mehr als 160-mal so groß wie ein Swap auf Solana.

Viele kleine, schnelle Swaps treiben die Zahl der Trades also nach oben. Über die Markttiefe sagt diese Kennzahl wenig aus.

Auch das Quartal wirkt weniger stark. Laut DeFiLlama liegt das DEX-Volumen auf Solana im dritten Quartal bei rund 170 Milliarden Dollar. Das ist weniger als die 180 Milliarden Dollar im zweiten Quartal und deutlich unter den 325 Milliarden Dollar aus dem ersten Quartal.

Auch hier bleibt der Abstand zur Wall Street groß. Hochgerechnet auf ein Quartal mit gut 60 Handelstagen kommt die NYSE auf rund 5 Billionen Dollar. Das ist etwa dreißigmal so viel wie auf Solana.

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