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Bitcoin (BTC) legt derzeit einen beeindruckenden Lauf hin. Der Kurs ist um mehr als 20 Prozent gestiegen – so stark wie seit Februar 2026 nicht mehr. Doch dabei bleibt es nicht: Es gibt mehrere Gründe, warum diese Woche in die Geschichtsbücher eingehen könnte.

Beendet Bitcoin den Bärenmarkt vorzeitig?

Es ist zwar lange her, doch Bitcoin hat schon häufiger innerhalb einer Woche um 20 Prozent zugelegt. Bemerkenswert ist diesmal jedoch, dass diese Rally in eine Phase fällt, in der die Kryptowährung historisch betrachtet noch in einem Bärenmarkt steckt.

Etwa alle vier Jahre erlebt der Kryptomarkt einen Winter, geprägt von einem schmerzhaften Abwärtstrend. In der Marktsprache wird eine solche Phase als Bärenmarkt bezeichnet.

Im vergangenen Bärenmarkt des Jahres 2022 lag der stärkste Wochenanstieg bei lediglich 13,52 Prozent. In früheren Zyklen wurde das aktuelle Plus zwar schon übertroffen, damals notierte Bitcoin allerdings um ein Vielfaches niedriger.

Auffällig ist zudem, dass die Bärenmärkte bei Bitcoin – ebenso wie die Aufwärtsphasen – bislang nahezu gleich lang dauerten.

2014 waren es 59 Wochen, 2018 52 Wochen und 2022 erneut 52 Wochen.

Aus historischer Sicht dürfte der Bitcoin-Bärenmarkt noch nicht vorbei sein.
Aus historischer Sicht dürfte der Bitcoin-Bärenmarkt noch nicht vorbei sein. – Quelle: TradingView

Am 6. Oktober erreichte Bitcoin mit 126.200 Dollar sein Hoch. Würde sich die Geschichte wiederholen, müsste der Boden erst in einigen Monaten erreicht werden.

Demnach befänden wir uns bereits in der Endphase des Abschwungs. In dieser Woche gelang Bitcoin allerdings ein wichtiger Befreiungsschlag: Der Kurs eroberte den 200-Tage-Durchschnitt zurück. In früheren Zyklen geschah das erst, nachdem der Kurs bereits ein Jahr lang gefallen war.

Danach legte Bitcoin 2019 um 124 Prozent zu, 2020 um 724 Prozent und 2023 um 511 Prozent.

Bitcoin durchbricht erstmals seit Anfang November die 200-Tage-Linie.
Bitcoin durchbricht erstmals seit Anfang November die 200-Tage-Linie. – Quelle: TradingView

Verkäufer haben an Kraft verloren

Am 1. Juli fiel der Bitcoin-Kurs auf ein Tief von 57.800 Dollar. Seitdem hat er bereits um gut 30 Prozent zugelegt. Von Tag zu Tag erscheint es wahrscheinlicher, dass diese 57.800 Dollar der Boden dieses Bärenmarkts waren. Das wäre ein Bruch mit dem Vierjahreszyklus der digitalen Währung.

Auch im größeren Bild finden sich im Chart weitere Signale für eine Bodenbildung.

Der Abwärtsdruck beim Bitcoin war bereits seit einiger Zeit abgeklungen.
Der Abwärtsdruck beim Bitcoin war bereits seit einiger Zeit abgeklungen. – Quelle: TradingView

Im Chart ist zudem klar zu erkennen, dass die Abwärtsdynamik in den vergangenen Monaten nachgelassen hat.

Sowohl der Relative Strength Index (RSI) als auch die Moving Average Convergence Divergence (MACD) zeigen seit einiger Zeit eine bullishe Divergenz. Während der Kurs auf neue Tiefs fiel, drehen beide Momentumindikatoren bereits seit einiger Zeit nach oben. Auch im Kursbild zeigt sich das deutlich: Die Rückgänge wurden im Laufe der Zeit weniger heftig.

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