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Der US-Markt für Spielkonsolen hat einen schwachen Monat hinter sich. Der Absatz der Nintendo Switch 2 fiel im Juli auf weniger als die Hälfte des Vorjahresniveaus. Auch Sony und Microsoft stehen unter Druck, während Verbraucher für eine neue Konsole zugleich immer tiefer in die Tasche greifen müssen.

Die Switch 2 bleibt trotz des Rückgangs die beliebteste Konsole in den Vereinigten Staaten. Dennoch wächst der Druck auf Nintendo. Höhere Produktionskosten verteuern die Geräte, zugleich fehlt ein großer neuer Mario- oder Zelda-Titel, der den Absatz wieder beleben könnte.

In den USA werden 39 Prozent weniger Konsolen verkauft

US-Verbraucher gaben im Juli 282 Millionen Dollar für Gaming-Hardware aus, wie Zahlen des Marktforschungsunternehmens Circana zeigen. Das sind 29 Prozent weniger als ein Jahr zuvor und der niedrigste Wert seit der Corona-Pandemie.

Nach Stückzahlen fällt der Rückgang noch deutlicher aus. Es wurden 39 Prozent weniger Konsolen verkauft als im selben Monat des Vorjahres.

Auffällig ist zugleich der kräftige Preisanstieg. Der durchschnittliche Verkaufspreis einer Konsole stieg um 16 Prozent auf 542 Dollar. Höhere Kosten für Speicher, darunter RAM, sowie für andere Komponenten verteuern die Produktion.

Diese Entwicklung betrifft die gesamte Branche. Sowohl Sony mit der PlayStation 5 als auch Microsoft mit der Xbox Series haben mit höheren Hardwarekosten zu kämpfen. Auch bei der Switch 2 wird eine Preiserhöhung erwartet.

Starker Start der Switch 2 verzerrt den Vergleich

Der Rückgang bei Nintendo muss allerdings eingeordnet werden. Die Switch 2 kam im Juni 2025 auf den Markt und legte einen außergewöhnlich starken Start hin. Viele Gamer kauften die neue Konsole sofort, wodurch die Vergleichsbasis nun besonders hoch ist.

Dennoch sieht Circana inzwischen breitere Probleme für den Markt. Höhere Preise könnten Verbraucher vom Kauf einer neuen Konsole abhalten, zumal auch ältere Systeme wie die PlayStation 5 und die Xbox Series teurer werden.

Nintendo behält vorerst einen wichtigen Vorsprung. Trotz des starken Rückgangs war die Switch 2 im Juli weiterhin die meistverkaufte Konsole in den Vereinigten Staaten.

Nintendo braucht einen neuen großen Mario- oder Zelda-Titel

Nicht nur der Preis spielt eine Rolle. Große Exklusivtitel sind häufig ein wichtiger Kaufgrund für eine neue Konsole. Genau hier fehlt der Switch 2 derzeit ein zugkräftiger Publikumsmagnet.

Mit Mario und Zelda besitzt Nintendo zwei der bekanntesten Spielereihen der Welt. Ein großer neuer Titel aus einer dieser Serien könnte dem Absatz der Switch 2 neuen Schub geben.

Neue Spiele erscheinen zwar. Splatoon Raiders stieg im Juli weit oben in die US-Verkaufscharts ein, und auch Tomodachi Life: Living the Dream hielt sich im Monatsverlauf in den Top Ten. Das reichte jedoch nicht aus, um den Rückgang bei der Hardware aufzufangen.

Sony und Microsoft haben unterdessen ein anderes Problem. Die PlayStation 5 und die Xbox Series sind inzwischen mehrere Jahre alt und befinden sich weiter fortgeschritten in ihrem Lebenszyklus.

Für Nintendo besteht die Herausforderung vor allem darin, die enorme Begeisterung rund um den Start der Switch 2 aufrechtzuerhalten. Angesichts steigender Preise und abkühlender Verkäufe käme ein neuer großer Mario- oder Zelda-Titel daher zu einem wichtigen Zeitpunkt.

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