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Die Ukraine meldet erneut einen Angriff auf eine wichtige russische Ölraffinerie. Diesmal wurde die Lukoil-Raffinerie in Perm getroffen, rund 1.500 Kilometer östlich von Moskau. Damit erhöht Kiew den Druck auf die russische Ölindustrie weiter.
Der Angriff ist Teil einer breiter angelegten Kampagne gegen die russische Energieinfrastruktur. In den vergangenen Wochen wurden mehrere Raffinerien und Ölhäfen getroffen. Die Folgen für Russlands Ölexporte und die heimische Kraftstoffversorgung werden zunehmend sichtbar.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurde die Raffinerie in Perm in der Nacht zum Freitag mit Langstreckenwaffen angegriffen. Zu den genauen Schäden machte er keine Angaben.
Es handelt sich um eine wichtige Raffinerie von Lukoil, dem größten privaten Ölproduzenten Russlands. Die Anlage kann rund 260.000 Barrel Öl pro Tag verarbeiten und liegt etwa 1.500 Kilometer östlich von Moskau. Ende Juli war dieselbe Raffinerie bereits angegriffen worden.
Der Gouverneur der Region Perm bestätigte am Freitagmorgen, dass ein Drohnenangriff Schäden an einem Industriestandort verursacht habe, nannte die Raffinerie jedoch nicht namentlich. Lukoil hat sich bislang nicht zu dem Angriff geäußert.
Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur in den vergangenen Wochen ausgeweitet. Neben Raffinerien wurden auch wichtige Hafenanlagen am Schwarzen Meer angegriffen.
Die Auswirkungen treten immer deutlicher zutage. Die russischen Ölexporte sind inzwischen auf den niedrigsten Stand seit April gefallen. Auch die russischen Raffinerien verarbeiten immer weniger Öl.
Für Russland wiegen vor allem Schäden an Raffinerien schwer. Die Anlagen werden benötigt, um Rohöl unter anderem zu Benzin und Diesel zu verarbeiten. Längere Ausfälle können daher unmittelbare Folgen für die inländische Kraftstoffversorgung haben.
In mehreren russischen Regionen sind erneut Engpässe entstanden, zudem wurde Kraftstoff rationiert.
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