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Der Bitcoin-Kurs könnte noch vor Jahresende wieder in Richtung seines Rekords von 126.000 US-Dollar steigen. Davon geht Geoff Kendrick aus, Leiter der Analyse für digitale Assets bei Standard Chartered.
Die jüngste Erholung lässt ihn inzwischen sogar an seinem bisherigen Kursziel von 100.000 US-Dollar zweifeln. Erstmals in diesem Jahr hält Kendrick es für möglich, dass diese Prognose zu vorsichtig ist.
Kendrick sieht mehrere Gründe dafür, dass sich die Erholung von Bitcoin weiter fortsetzen könnte. Die jüngste Rally sei aus seiner Sicht zu einem erheblichen Teil durch die Auflösung von Shortpositionen ausgelöst worden.
Händler, die auf weiter fallende Kurse gesetzt hatten, wurden durch den steigenden Bitcoin-Kurs gezwungen, ihre Positionen zu schließen. Dafür mussten sie BTC zurückkaufen, was den Kursanstieg zusätzlich verstärkte.
Gleichzeitig ziehen die Mittelzuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs wieder an. Zudem ist laut Kendrick vergleichsweise wenig Kapital in offenen Derivatepositionen gebunden. Dadurch könnte noch Spielraum für neue Anleger entstehen, falls der Kurs weiter steigt.
Besonders ab dem 6. Oktober könnte es dem Analysten zufolge interessant werden. Kendrick hält es für möglich, dass sich Bitcoin danach schneller in Richtung seines Rekordniveaus von 126.000 US-Dollar bewegt.
Dass Kendrick inzwischen an seinem Kursziel zweifelt, ist bemerkenswert. Im Februar hatte Standard Chartered die Prognose für Bitcoin bis Ende 2026 noch von 150.000 auf 100.000 US-Dollar gesenkt.
Damals rechnete Kendrick zunächst mit einem deutlichen Rücksetzer in Richtung 50.000 US-Dollar, dem später im Jahr eine Erholung folgen sollte. Da diese nun kräftiger ausfällt, sieht er erstmals in diesem Jahr ein ernstzunehmendes Risiko, dass sein Kursziel von 100.000 US-Dollar zu niedrig angesetzt ist.
Kendrick ist mit seinem optimistischen Ausblick nicht allein. Immer mehr Analysten sehen Anzeichen dafür, dass der Bärenmarkt in seine letzte Phase eintritt und Bitcoin womöglich am Beginn eines neuen Bullenmarkts steht.
Swan-Bitcoin-CEO Cory Klippsten geht davon aus, dass Bitcoin im Oktober einen endgültigen Boden ausbilden könnte. Markus Thielen von 10x Research blickt dagegen auf den Monatsschluss im August. Ein Schlusskurs oberhalb von 63.000 US-Dollar würde seiner Einschätzung nach bestätigen, dass der Boden des Bärenmarkts hinter Bitcoin liegt.
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