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Der Ölpreis ist am Dienstag deutlich gestiegen, nachdem Iran erklärte, ein Amazon-Datacenter in Bahrain sowie Entsalzungsanlagen in Kuwait angegriffen zu haben. Der Preis für US-Öl der Sorte WTI kletterte auf rund 85 Dollar je Barrel und damit auf den höchsten Stand seit mehr als einem Monat. Anleger reagieren nervös auf die neue Eskalation zwischen Iran und den Vereinigten Staaten, während die Spannungen rund um die Straße von Hormus weiter zunehmen.
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) geben an, mehrere Marschflugkörper auf die „zentrale Dateninfrastruktur“ von Amazon in Bahrain abgefeuert zu haben. Iranischen Staatsmedien zufolge wurde das Datacenter dabei zerstört. Der Angriff soll eine Vergeltung für jüngste US-Luftschläge auf Ziele in Iran sein, darunter nach Darstellung Teherans eine im Bau befindliche Atomanlage bei Darkhovin.
Unabhängig bestätigt ist die Darstellung bislang nicht. Amazon äußerte sich zunächst nicht, auch die Behörden in Bahrain haben den Angriff nicht bestätigt. Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass Amazon Web Services (AWS) in der Region ins Visier geraten ist. Frühere Angriffe im März und April sollen bereits Schäden an Infrastruktur in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten verursacht haben.
Neben Amazon will Iran auch US-Radaranlagen und Luftverteidigungssysteme in Bahrain angegriffen haben.
Die Finanzmärkte reagieren vor allem auf die möglichen Folgen für die globale Energieversorgung. US-Öl der Sorte WTI stieg auf rund 85 Dollar je Barrel, während Brent-Öl zuvor bereits die Marke von 90 Dollar überschritten hatte. Auf den beigefügten Grafiken ist zu sehen, dass der Ölpreis im Handelsverlauf kräftig zulegte und neue Monatshochs erreichte.

Im Mittelpunkt der Sorgen steht weiter die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Ölhandelsrouten der Welt. Täglich passiert etwa ein Viertel des weltweit auf dem Seeweg transportierten Öls diese Meerenge. Seit die Kämpfe zwischen Iran und den Vereinigten Staaten erneut aufgeflammt sind, ist die Zahl der Schiffe, die die Passage nutzen, deutlich gesunken.
Analysten warnen, dass eine länger anhaltende Störung der Ölexporte die Preise weiter nach oben treiben könnte. Sollten die Spannungen anhalten, könnten die Ölpreise im weiteren Verlauf des Sommers sogar wieder über 100 Dollar je Barrel steigen.
Der Angriff fügt sich in eine breitere Eskalation zwischen Iran und den Vereinigten Staaten ein. Beide Länder greifen sich inzwischen seit Tagen militärisch an. Die Vereinigten Staaten erklären, dabei iranische militärische Fähigkeiten auszuschalten, die für Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus genutzt würden.
Zugleich wächst die Sorge vor weiteren Störungen des Welthandels. Huthi-Rebellen im Jemen kündigten in dieser Woche ein maritimes Embargo gegen Saudi-Arabien an und drohen zudem, die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab zu schließen. Sollte auch diese Route beeinträchtigt werden, könnte der Druck auf die weltweite Ölversorgung weiter steigen.
Vorerst bleibt unklar, in welchem Ausmaß die von Iran gemeldeten Angriffe tatsächlich Schäden verursacht haben. Die Reaktion am Ölmarkt zeigt jedoch, dass Anleger eine weitere Eskalation des Konflikts einpreisen.
Die Huthi warnen Reedereien davor, saudische Häfen anzulaufen. Damit gerät auch die Ausweichroute über das Rote Meer unter Druck.
Gold erholt sich, während Silber um mehr als 4 Prozent steigt. Nach einer schwächeren Phase könnte dies der Beginn einer größeren Erholung sein.
Reeder bieten Besatzungen für eine einzige Fahrt durch die Straße von Hormus bis zu sechs Monatsgehälter zusätzlich. Seit Februar kamen 17 Seeleute ums Leben.
XRP-Anleger hoffen auf den Durchbruch, weil der US-Senat den Crypto Clarity Act womöglich schon bald auf die Tagesordnung setzt.
Nach der SEC-Klage im Jahr 2020 prüfte Ripple nach Angaben von CEO Garlinghouse die Einstellung des Betriebs und eine Ausschüttung der eigenen XRP-Bestände an die Anteilseigner.
Polymarket-Händler sehen für XRP Anfang August eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für 1,20 Dollar und von 34 Prozent für einen Kurs unter 1 Dollar.